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Kremmen Längere Frist für Papierwerkstatt: Lösung steht kurz bevor
Lokales Oberhavel Kremmen Längere Frist für Papierwerkstatt: Lösung steht kurz bevor
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17:44 05.12.2018
Seit dem Frühjahr 2016 betreibt Ulrike Schmidt in der Berliner Straße in Kremmen die Papierwerkstatt. Quelle: Archiv
Kremmen

Für die Papierwerkstatt von Ulrike Schmidt gibt es noch Hoffnung. Der kleine Laden sollte eigentlich Ende November seine Räume in der Berliner Straße in Kremmen räumen. Inzwischen gab es aber eine Fristverlängerung bis Ende Dezember.

Die Amalienfelderin betreibt ihren Laden seit dem Frühjahr 2016. Sie verkauft Schachteln in verschiedenen Größen, Notizhefte und -blöcke, Schmuckkarten oder Briefbögen. Alles selbst gemacht, alles Unikate. Im September ist dann bekannt geworden, dass die Woba ihr gekündigt hat, weil die Polizei dort ihr Büro einrichten solle. Die sitzt bislang mit im Rathaus, dort werden jedoch zusätzliche Räume für die Stadtverwaltung benötigt.

Der Laden in der Berliner Straße 7. Quelle: Robert Tiesler

Ulrike Schmidt klang am Mittwoch ziemlich verbittert. „Wenn bis Mitte Dezember nichts passiert, dann muss ich anfangen zu packen“, sagte sie. So habe es ein Objekt in der Grabenstraße gegeben, das habe sich aber nicht geeignet, da es eher eine Werkstatt war. „Die könnte ich auch zu Hause einrichten“, so Ulrike Schmidt. Sie brauche jedoch ein Schaufenster, das sie dekorieren könne. Das ziehe neue Kundschaft an, wie sie auch wieder in diesen Wochen beobachten könne. „Für mich ist das jetzt eine blöde Situation.“

Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) konnte am Mittwoch noch nicht konkret werden. Aber er kündigte an, dass eine Lösung für das Problem kurz bevorstehe. „Es sieht gut aus für die Papierwerkstatt“, sagte er. Sobald es die konkreten Neuigkeiten gebe, wolle er alle Beteiligten informieren.

Seine Entscheidung, dass die Polizei das Rathaus verlassen müsse, verteidigte er am Mittwoch nochmals. Schon im September hatte er diesen Schritt damit begründet, dass er die von der Revierpolizei genutzten Räume für seine Verwaltung benötige. Wie er sagte, habe er in den vergangen Woche diverse Gespräche geführt. Die könnten nun zu einem Ergebnis geführt haben.

Noch ist das Polizeirevier im Kremmener Rathaus. Quelle: Robert Tiesler

Falls die Papierwerkstatt doch aus den Räumen in der Berliner Straße 7 raus muss, „dann, glaube ich, würde ich erst mal ganz aufhören. Bisher gibt es für mich keine richtige Alternative, nichts zentrales mit Schaufenster.“ Von vielen Kunden sei sie in den vergangenen Wochen angesprochen worden. „Die fragen sich alle, warum die Polizei unbedingt hier einziehen muss.“

Die Kunden kamen auch vermehrt, weil Ulrike Schmidt im November erstmals an der Sammelaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ teilgenommen hatte. 25 Kartons mit Geschenken für Kinder seien im Kremmener Geschäft abgegeben worden. „Ich finde, das ist für den Start sehr viel“, sagte die Betreiberin der Papierwerkstatt. Die Pakete gehen zu Weihnachten an Kinder in ärmeren Ländern.

Das Schicksal ihres Ladens entscheidet sich dann offenbar in den nächsten Tagen.

Von Robert Tiesler

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