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Kremmen Post macht kürzer auf – Kremmener sind sauer
Lokales Oberhavel Kremmen Post macht kürzer auf – Kremmener sind sauer
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01:15 02.08.2018
Das grüne Schild weist auf die neuen Öffnungszeiten hin. Die Kremmener sollen diesbezüglich befragt worden sein und zugestimmt haben.
Kremmen

Postärger in Kremmen: Bisher hatte die Post hier durchgehend von 9 bis 18 Uhr offen. Das gehört nun der Vergangenheit an. Von 12 bis 15 Uhr ist die Post in der Ruppiner Straße 9 geschlossen. Ein grünes Hinweisschild im Schaufenster weist darauf hin. Die neuen Öffnungszeiten stoßen nicht nur bei vielen Anwohnern auf Unverständnis. Auch viele Leute von den umliegenden Dörfern wie aus Flatow, Sommerfeld, Staffelde oder Beetz sollen über die neuen Öffnungszeiten verärgert sein, weil sie davon nichts wussten. Sie sind auf die Post angewiesen, weil es in ihrem Dorf schon lange keine Post mehr gibt.

„Bei mir haben sich schon einige meiner Kunden beschwert“, sagt Margit Hay (56) vom Kosmetik-Salon am Markt. „Die lange Schließzeit ist besonders für ältere Leute ärgerlich, die extra mit dem Bus nach Kremmen angereist sind, um auf der Post was zu erledigen.“

Auch Lotto, Schreibwaren und Schuhreparaturen betroffen

Da die Post auch gleichzeitig ein Schreibwaren-Geschäft ist, ist auch dieses dann in der Zeit von 12 bis 15 Uhr geschlossen. „Auf meine Nachfrage hin wurde mir gesagt, dass die Postfiliale eine Umfrage gemacht haben soll, in dessen Ergebnis die Postkunden mit den neuen Öffnungszeiten einverstanden sein sollen“, sagt Felicitas Backhaus (58) aus Kremmen. „Nun – ich habe davon nichts mitbekommen. Und fragt man bei anderen Leuten nach, wissen auch die davon nichts.“

Auch Ingolf Klemp (59) ist verwundert. Er kam extra aus Sommerfeld mit Auto nach Kremmen gefahren, um ein paar Briefe abzugeben. „Ich dachte, die Post ist durchgängig offen. Ich bin in der Woche zwei-, dreimal hier. Da muss ich ja jetzt doch etwas umdenken.“

Felicitas Backhaus ist eine von vielen Anwohnern, die sich über die verkürzte Öffnungszeit ärgert – von einer Umfrage weiß sie nichts. Quelle: Jeannette Hix

Die Erfahrung muste auch Felicitas Kuhl (34) aus Kremmen machen. Die Rezeptionistin stand neulich vor verschlossener Tür, weil auch sie nicht von den veränderten Öffnungszeiten wusste.

Was generell auch auf Ärger stößt. Bei der Post werden auch die „gelben Säcke“ ausgegeben. Felicitas Backhaus: „Generell werden pro Haushalt und Besuch nur zwei Säcke herausgegeben. Neulich wollte ich noch zwei Säcke für meine Tochter mitnehmen und habe sie nicht bekommen. Es kann doch nicht das Problem sein, mal zwei gelbe Säcke mehr rauszugeben.“

Anwohner wie Felicitas Backhaus sind auch mit dem neuen Standort der Post unzufrieden. „Bis vor einiger Zeit war die Post direkt am Markt 17. Dort fand man immer einen Parkplatz. Am neuen Standort findet man kaum einen Platz fürs Auto. Viele Autos stehen dann in der zweiten Reihe und blockieren die Straße.“ Trotz Nachfrage war bei der Post leider keine Stellungnahme zu bekommen.

Von Jeannette Hix

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