Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kremmen Resist to Exist: Festival braucht Bebauungsplan
Lokales Oberhavel Kremmen Resist to Exist: Festival braucht Bebauungsplan
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:16 02.02.2019
Die Veranstalter wollen mit ihrem Festival „Resist to Exist“ gern auch weiterhin in Kremmen bleiben. Quelle: privat
Kremmen

Eigentlich soll das Punkfestival „Resist to Exist“ Anfang August zum vierten Mal in Kremmen stattfinden. Doch momentan sieht es nicht so gut aus. Wolfgang Kunwald vom Verein „Alternati“ sagte am Dienstagabend im Bauausschuss: „Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass das Parken offenbar ein großes Problem ist.“

Das Festival findet jährlich am Oranienburger Weg statt. „Wenn die betroffenen Flächen nicht nur einmalig, sondern regelmäßig in baurechtlich relevanter Art und Weise genutzt werden, bedarf die Nutzung einer Baugenehmigung“, sagte reis-Pressesprecherin Constanze Gatzke am Mittwoch. Konkret gehe es in Kremmen um die Nutzung von landwirtschaftlichen Gebäuden oder Gebäudeteilen als Küche, Nutzung von Grundstücksflächen zum Aufstellen von Zelten und als Fahrzeugstellplatz. „Die Erteilung einer Baugenehmigung setzt voraus, dass das Vorhaben auf dem Grundstück planungsrechtlich zulässig ist“ so Constanze Gatzke weiter. „Das ist derzeit nicht der Fall. Eine planungsrechtliche Zulässigkeit kann durch die Aufstellung eines Bebauungsplans erreicht werden, der von der Stadt Kremmen aufgestellt werden müsste.“

B-Plan wird in die Wege geleitet

Dies soll nun – bezahlt vom Alternati-Verein – in die Wege geleitet werden. Allerdings geht man im Bauamt des Landkreises davon aus, dass der Vorgang bis August nicht umzusetzen sei. Das Festival könne nach derzeitigem Stand der Dinge im August 2019 nicht auf dem Grundstück in Kremmen stattfinden, teilte Amtsleiter Oliver Grützmacher dem Verein in einem Schreiben mit.

Verärgerung herrscht in der Kreisverwaltung offenbar auch darüber, dass bereits der Ticketvorverkauf für das Festival im Gang sei. Wolfgang Kunwald sagte dazu im Bauausschuss, dass das im Veranstaltungsbusiness ein normaler Vorgang sei. Müsse das Festival umziehen, würden die Tickets auch für den anderen Ort gelten. Amtsleiter Oliver Grützmacher, der auch Vorsitzender der CDU in Kremmen ist, stellt den Veranstaltern in einem Schreiben allerdings das Ultimatum, bis zum 21. Februar zu erklären, dass das Festival nicht am Oranienburger Weg in Kremmen stattfinde.

Bauausschuss unterstützt Veranstalter

Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten am Dienstagabend dafür, dass ein Bebauungsplan für die Fläche aufgestellt werde. Helmut Glanzer (CDU) enthielt sich. Am Donnerstag beraten die Stadtverordneten.

Stefanie Gebauer (UWG/LGU) übte allerdings Kritik am Alternati-Verein, da schon im vergangenen Jahr klar war, dass spätestens 2019 ein Bebauungsplan nötig sei. Der Verein habe zu lange gewartet. Schon im August 2018 war das Thema in der Stadtverordnetenversammlung besprochen worden.

Von Robert Tiesler

Der Ortsbeirat von Kremmen ist gegen den neuen Standort der Feuerwehr an der Straße der Einheit. Der Platz sei ungeeignet, heißt es – wegen einer möglichen Schulerweiterung und Folgen für den Sportplatz und wegen der Enge in der Altstadt.

30.01.2019

Noch bis Donnerstag befindet sich der Kremmener Bürgermeister Sebastian Busse in der Neuruppiner Klinik. Eine Entzündung im Arm hatte am Sonntag eine Not-OP notwendig gemacht. Inzwischen gehe es ihm aber wieder gut.

30.01.2019

Der Kremmener Ortsbeirat spricht sich dafür aus, die seit einem Jahr geschlossene Schulsporthalle zu sanieren. Ein Gutachten soll besagen, dass das möglich sei, hieß es am Montagabend.

29.01.2019