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Kremmen Rhinluch: Das große Bangen um die Kraniche
Lokales Oberhavel Kremmen Rhinluch: Das große Bangen um die Kraniche
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01:15 29.09.2018
Kraniche bei Wolfslake. Quelle: Robert Roeske
Flatow/Linum

Wird das Futter für die Kraniche reichen? Und vor allem: Gibt es genügend Wasser auf den Schlafplätzen der imposanten Vögel, damit sie sich dort wohlfühlen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Kranichbetreuer in Linum seit Wochen. Denn die anhaltende Trockenheit dieses Sommers hat dazu geführt, dass das Rhinluch bis auf die Flächen im Naturschutzgebiet deutlich trockener ist, als in den vergangenen Jahren, zumal als in dem Herbst 2017, berichtet Thomas Frey.

Höchstens 70 Prozent der üblichen Fläche geflutet

Der Pressesprecher im Landesumweltamt ist dennoch überzeugt, dass es genügend Wasser auf dem über 100 Hektar großen Kranichschlafplatz geben wird – wenn auch nicht so viel wie in Jahren mit durchschnittlichem Wetter. Frey geht davon aus, dass höchstens 70 Prozent der üblichen Fläche geflutet werden kann. „Auswirkungen auf das alljährliche Spektakel zeichnen sich deswegen nicht ab.“ Schließlich haben die Kraniche eine Ausweichmöglichkeit: Im Linumer Teichgebiet steht aufgrund der Trockenheit das Wasser nicht so hoch wie sonst. „Hier gleicht sich das geringere Flächenangebot auf den Grünlandflächen aus.“

Weniger Vögel wegen schlechter Ernte

Helga Müller-Wensky macht sich vor allem Sorgen um das Nahrungsangebot für die großen Vögel. Die Maisernte fiel in diesem Jahr wegen der Hitze mickrig aus, weil die Kolben sich oft gar nicht entwickeln konnten. So ähnlich sei es 2003 gewesen, habe ein Bekannter der ehrenamtlichen Kranich-Rastplatzbetreuerin berichtet. Nach dem damals warmen Sommer gab es ebenfalls kaum Mais. „Und bei der Herbstrast soll es dann deutlich weniger Kraniche in Linum gegeben haben“, so Müller-Wensky. „Wir werden aber sehen.“

Kranichbetreuer brauchen Unterstützung

Die Vögel rasten im gebiet zwischen Linum, Flatow, Kremmen und Sommerfeld auf ihrem Herbstzug aus dem Norden in ihre Winterquartiere in Südfrankreich und Spanien normalerweise zu Zehntausenden über viele Tage, um ihre Reserven für den Weiterflug aufzufüllen. Das Gebiet zählt zu den größten Kranich-Rastplätzen Europas. Auch Wildgänse legen dort gerne einen Zwischenstopp auf ihrem Weg in den Süden. Heute beginnt dort die Erfassung der Kraniche. „Wir freuen uns über jeden, der uns dabei hilft“, so Müller-Wensky.

Anmelden kann man sich für die Kranichzählung per Mail unter: mueller-wensky@oberes-rhinluch.de.

Von Celina Aniol

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