Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kremmen Schätzung: Neuer Schulkomplex könnte 2,25 Millionen Euro kosten
Lokales Oberhavel Kremmen Schätzung: Neuer Schulkomplex könnte 2,25 Millionen Euro kosten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:28 21.05.2018
In Kremmen ist die alte Turnhalle neben der Schule gesperrt. Quelle: Enrico Kugler
Anzeige
Kremmen

Erstmals sind Kostenschätzungen für den neuen Schulkomplex (Turnraum mit Klassenzimmern) in Kremmen genannt worden. In der Stadtverordnetenversammlung war die Rede von 2,25 Millionen Euro – inklusive der Kosten für den Abriss der geschlossenen alten Schulsporthalle. Der Bau einer neuen Feuerwache könnte 1,705 Millionen Euro kosten.

Das sind große Brocken, und es stehen mit dem möglichen Kita-Anbau und dem Klubhaus-Projekt weitere große Projekte im Raum. Deshalb haben sich die Stadtverordneten am Donnerstag beraten lassen, wie Ausschreibungen bei solchen Großprojekten angegangen werden müssen. Auf die Frage von Christoph Brunner (BfB), wann denn überhaupt beschlossen worden sei, die alte Halle abreißen, sagte Bürgermeister Sebastian Busse (CDU): „Wir brauchen jetzt nicht überlegen, ob wir die Halle stehen lassen.“ Angesichts der immer komplizierter werdenden Ausschreibungsverfahren sagte Christoph Brunner, dass er nicht davon ausgehe, dass das Turnhallenprojekt in sechs Monaten oder einem Jahr losgehe – Busse widersprach ihm.

Für große Verwirrung sorgte am Donnerstagabend der Beschluss vom 22. März, in dem der Bürgermeister von den Stadtverordneten mehrheitlich eine Missbilligung kassierte, wegen seiner Verfahrensweise rund um die zunächst nicht erfolgte Schließung der Turnhalle nach einem Gutachten, in dem von einer Lebensgefahr in und an der Halle die Rede war. Hauptamtsleiterin Bianca Haak hatte den Beschluss beanstandet, weil der Bürgermeister mit abgestimmt hatte – obwohl er befangen war – und weil es dazu keinen gesonderten Tagesordnungspunkt gab.

Reiner Tietz (Linke) und der nicht anwesende Malte Voigts (parteilos, CDU-Fraktion) brachten einen Änderungsantrag ein – in dem erneut die Missbilligung gegen Busse ausgesprochen wird. Verwirrung herrschte unter den Stadtverordneten darüber, ob dieser neue Beschluss so rechtlich haltbar sei. Eckhard Koop (parteilos) sah ein rechtliches Problem, Stefanie Gebauer (UWG/LGU) fragte mehrmals, worüber denn nun genau abgestimmt werde. Am Ende wurde der Antrag von Tietz und Voigts mit drei Ja-, sechs Nein-Stimmen und sechs Enthaltungen abgelehnt.

Aber auch der Antrag der Hauptamtsleiterin, den Beschluss vom 22. März zurückzuziehen, wurde abgelehnt – mit zwei Ja-, zwei Nein-Stimmen und elf Enthaltungen. Durch ein Unentschieden gilt ein Antrag als nicht angenommen. Wie es in diesem Verfahren nun weiter geht, scheint völlig offen. Offenbar soll nun die Kommunalaufsicht eingeschaltet werden.

Von Robert Tiesler

Stefan Lux, der Geschäftsführer des Zweckverbandes Kremmen, informierte über neue Investitionen. Von Vehlefanz nach Kremmen soll eine neue Abwasserdruckleitung gelegt werden – und auch Ludwigsaue könnte zum Zuge kommen.

21.05.2018

Für den Kremmener Kultur- und Sozialausschuss ist ein neuer berufener Einwohner gewählt worden: Frank Weisig aus Sommerfeld. Die Stadtverordneten stimmten darüber am Donnerstagabend ab.

21.05.2018

In einem Einfamilienhaus war am Mittag ein Brand ausgebrochen. Ein älteres Ehepaar hatte in der Küche versucht Essen zuzubereiten. Noch währenddessen sollen beide in den Garten gegangen sein, um dort Gartenarbeit zu verrichten.

17.05.2018
Anzeige