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Kremmen Schwitzen und sprinten für den guten Zweck
Lokales Oberhavel Kremmen Schwitzen und sprinten für den guten Zweck
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02:16 05.05.2018
Zwei Schülerinnen von 350: Sie joggen für kranke Kids. Der Verein Kinderträume sagt schon mal: Danke schön. Quelle: Enrico Kugler
Kremmen

Zeit ist Geld – sagt ein Sprichwort. Rund 350 Schüler haben nicht nur Zeit, sondern auch Kraft und Schweiß investiert, um Geld zu sammeln. Sie haben beim 16. Schüler-Sponsorenlauf mitgemacht. Dabei joggten sie am Mittwoch auf dem Sportplatz der Goetheschule Runde für Runde. Und jede erlaufene Runde bringt Bares - Geld, das Sponsoren gestiftet haben. Auch die Kinder der Beetzer Grundschule und die Steppkes von der Kremmener Kita „Rhinstrolche“ liefen mit. Am Ende wird die erlaufene Summe dem Verein „Kinderträume“ gestiftet, der lebensbedrohlich erkrankten Kindern einen Wunsch erfüllt.

Rennen für Geld: Rund 350 Schüler machen mit

Mit puterrotem Kopf steht Gabriel Mende (15) aus der 10a der Goethe-Oberschule an der Strecke. 15 Runden à 400 Meter ist er gelaufen. Seine Sponsoren sind seine Eltern und Großeltern. 60 Euro haben sie gespendet. Auch „Jogging-Engel“ Angelina Wollschläger (13) aus der 7a läuft mit: „Ich habe Asthma und darum nur zwei Runden geschafft. Ich laufe mit, um zu helfen.“

Und während sie das sagt, tönt die strenge Stimme von Schulleiterin Elke Schwabe durchs Mikrofon. „Auch ihr zwei Jungs da vorne – laaaaufen, bitte. Das ist kein Spaziergang.“ Im nächsten Moment versöhnlicher: „Wer Hunger hat, kann sich eine Bratwurst vom Grill holen.“

Sponsoren honorieren jede Runde

Die Idee, beim Schüler-Sponsorenlauf mitzumachen, kam den Lehrern der Goethe-Schulen vor 16 Jahren. „Eine Lehrerin hatte davon gehört“, erzählt Vize-Schulleiterin Petra Uckel. „Und seitdem laufen wir mit.“

Dabei kommt es nicht darauf an, wie viele Runden jeder schafft, sondern die Teilnahme und der Gedanke für den guten Zweck stehen im Vordergrund. „Der Rekord liegt bei den Jungs bei 92 Runden und bei den Mädchen 72 Runden“, sagt Petra Uckel. Allein letztes Jahr haben die „Lauf-Samariter“ so rund 5000 Euro „zusammengejoggt“.

Von dem Erlös erfüllen sich kranke Kinder einen Herzenswunsch

Was beim aktuellen Lauf rauskommt, wird erst in den nächsten Tagen ausgerechnet.

Fakt aber ist: „Die Schülerin und der Schüler, der die meisten Runden auf dem Konto hat, wird von der Stadt Kremmen wieder mit einem Euro pro Runde unterstützt“, verspricht Bürgermeister Sebastian Busse (CDU), der auch privat als Sponsor einige Schüler unterstützt. Busse enttäuscht: „Schade, dass sich einige ältere Schüler ausgeklinkt haben.“

Der Verein „Kinderträume“ (gegründet 1997, bisher erfüllte Kinderträume: 1789) freut sich schon jetzt über die Geldspende. „Wir sind glücklich, dass sich so viele gesunde Kinder für kranke Kinder engagieren“, sagt Vereinsmitglied Annette Reidt (52). Und vielleicht kann sich ja schon bald ein kleiner Kranker über einen Besuch im Disneyland freuen oder sogar mal als Lokführer über die Schienen düsen.

Insgesamt liefen 361 Teilnehmer 4534 Runden, das sind 1813,6 Kilometer. Sieger bei den Jungen wurde Max Oberath aus der Klasse 9b mit 66 Runden. Ihm folgten Mohammad Hossainzada (10b) mit 64 Runden und Abdul Amlmushhan (10b) mit 58 Runden. Bei den Mädchen gewann Virginia Winter aus der Klasse 9b mit 64 Runden, gefolgt von Emmelie Steinke (7b) und Josefine Wolf (7b) mit je 60 Runden.

Von Jeannette Hix

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