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Kremmen Jetzt haben die sieben Ortsvorsteher das Wort
Lokales Oberhavel Kremmen Jetzt haben die sieben Ortsvorsteher das Wort
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17:17 28.09.2018
Ortsschild der Stadt Kremmen. Quelle: Enrico Kugler
Kremmen

Jetzt kommen die Vertreter der sieben Kremmener Ortsteile zu Wort. Vier Fragen an die Ortsvorsteher von Kremmen:

1. Was macht Ihren Ort so liebenswert?

2. Welches ist 2018 das größte Projekt im Dorf?

3. Was muss 2019 unbedingt angepackt werden?

4. Treten Sie nächstes Jahr wieder zur Wahl an?

Peter Winkler, SPD, Beetz

1. Wir haben eine Grundschule, auf die wir stolz sind und einen tollen See, viel Wald und gute Leute.

2. Wir haben zwei neue Spielgeräte bekommen. Eines davon kommt aus dem Bürgerhaushalt, das andere über den Haushalt der Stadt. Auch haben wir angefangen, die Schachbrettfläche am See zu pflastern, außerdem die alte 100-Meter-Bahn freigelegt. An der Ecke Seestraße/Mühlenweg haben wir mit Arbeiten begonnen. Die Hecke wurde rausgerissen. Dort wurde ein Findling postiert, außerdem soll die Ecke bepflanzt werden. Daraus soll mal eine Art Naschgarten werden.

Beetzer Dorfstraße Quelle: Robert Tiesler

3. Die Planungsphase für den Bau des Radweges von Beetz nach Ludwigsaue ist abgeschlossen. Er wird dann über den Grünen Weg und über Charlottenhof führen. Das wird ein ländlicher Wegebau werden. Außerdem planen wir die Sanierung des Schulturms und der Treppe an der Grundschule. Außerdem wollen wir uns um den Lückenschluss bei der Straßenbeleuchtung in Richtung Sommerfeld kümmern.

4. Ich bin mir noch nicht sicher. Ich habe die letzten drei Ortsbeiratssitzungen genutzt, um junge Leute anzusprechen, ob sie sich bereit erklären. Aber alle haben mir gesagt, dass sie mir helfen werden. Als Stadtverordneter werde ich aber nicht mehr antreten.

Gert Dietrich, UWG/LGU, Flatow

1. Da gibt es eine ganze Menge zu erzählen. Wir haben einen vernünftigen Sportverein, wir sind überhaupt ziemlich stark geprägt von den Vereinen, da haben wir bei uns im Dorf doch eine ganze Menge. Flatow hat sich in den letzten beiden Jahren außerdem ziemlich erweitert. Neue Häuser, neue Menschen. Das finde ich sehr gut.

2. Wir haben in diesem Jahr auf dem Sportplatz eine ganze Menge schafft, auf dem Gelände und am Gebäude, das dort steht.

Beim Ernteumzug am 8. September 2018 in Flatow. Ortsvorsteher Gert Dietrich (M.), Bürgermeister Sebastian Busse und die Kremmener Erntekönigin. Quelle: Sebastian Morgner

3. Wir wollen auf jeden Fall weitermachen mit der Sportplatzsanierung. Zum Beispiel mit der Außenfassade des dortigen Gebäudes, die ist schon ziemlich desolat. Auch die Heizung dort drin muss erneuert werden. Die ist gekoppelt mit den Räumen vom Jugendclub. Außerdem müssen wir an die Wohnblöcke ran, die der Gemeinde gehören. Das sind die Mehrfamilienhäuser am Spielplatz und direkt an der Staffelder Straße. Wir wollen gern Balkone dort anbringen.

4. Das hängt noch ein bisschen in der Luft, weil im Moment meine Gesundheit noch nicht so richtig mitspielt. Wir hoffen aber, dass alles gut geht. Aber davon abgesehen, wir haben wir ein paar junge Leute im Ort gefunden, die sich sehr engagieren. Ich hoffe, dass wir sie auch für den Ortsbeirat bekommen können.

Astrid Braun, Bürgergemeinschaft, Groß-Ziethen

1. Der ländliche Charakter macht das Dorf aus. Dazu gehören die schönen, alten Bauernhäuser, die es hier überall gibt und die vielen Tiere, die hier gehalten werden. Das macht das Landleben aus, und davon haben wir im Dorf noch sehr viel.

2. Die Seitenbereiche an der Alten Dorfstraße, gegenüber von der Bäckerei. Die sollen ausgebessert werden, damit dort nach Regenfällen nicht immer das Wasser steht. Ansonsten sind es eher Kleinigkeiten. Dazu gehört auch das Ehrenmal im Ortskern, das wir aufgehübscht haben. So ein Denkmal sollten wir sauber halten und ehren. Außerdem gibt es Ausbesserungen in unserem Gemeinderaum in der alten Schule.

Das Kriegerdenkmal in Groß-Ziethen. Quelle: Robert Tiesler

3. Wir müssen uns um die Parkraumbewirtschaftung im Dorf kümmern, die ist teilweise nicht mehr auf dem aktuellen Stand und entspricht nicht mehr der aktuellen Nutzung. Außerdem die Erhaltung des Spielplatzes, die regelmäßige Pflege der Festwiese, außerdem hoffen wir auf die weitere Renovierung des Gemeinderaumes. Wünschenswert wäre auch, dass das alte Feuerwehrhaus saniert wird.

4. Ich bin mir da noch nicht so sicher. Mal sage ich ja, mal nein. Aber wenn es mir gesundheitlich so geht wie im Moment, dann ist es wahrscheinlicher, dass ich antrete als dass ich nein sage.

Arthur Förster, UWG/LGU, Hohenbruch

1. Das ist ganz einfach. Wir haben hier in und um Hohenbruch eine schöne Gegend, wir sind als Streusiedlung sehr bekannt. Wir haben wir die Natur pur. Die Leute fühlen sich sehr wohl in unserem Dorf. Außerdem haben wir hier noch eine eigene Kita. Das trägt viel zum schönen Dorfleben bei.

2. Größere Projekte hatten wir in diesem Jahr in Hohenbruch eigentlich nicht. Wir arbeiten weiter an der Erhaltung der Infrastruktur im Dorf. Also die Erhaltung der Straßen, dass es nicht mehr so viele Schlaglöcher gibt. Da achte ich auch sehr drauf, dass wir das aktuell und auch in Zukunft auf die Reihe bekommen. Außerdem haben wir in diesem Jahr die Sanierung unserer Kita zum Abschluss gebracht.

In Hohenbruch: Kita neben Friedhof Quelle: Robert Tiesler

3. Wir müssen uns auch im kommenden Jahr um die Straßen und Wege kümmern. Aber da sind wir bei, denke ich. Die Regenentwässerung im Dorfzentrum ist ebenfalls ein sehr wichtiges Thema. Da sind wir ja im vergangenen Jahr bei dem Starkregen und den vielen weiteren Regenfällen im Sommer im Dorf ziemlich abgesoffen. Da müssen wir konkret und intensiv dran arbeiten.

4. Das ist ja eine Frage. Ich denke mal ja. Ich führe viele Gespräche mit den Leuten im Dorf. Und sie sagen mir oft, dass ich es noch mal machen soll.

Eckhard Koop, parteilos, Kremmen

1. Seine Natur, die Altstadt und die Menschen hier in der Stadt.

2. Für mich ist das ganz klar das Neptunfest am Kremmener See gewesen. Weil es einfach eine schöne Veranstaltung und die Wiederbelebung einer Tradition war. Und das mit einem Wahnsinnserfolg, mit dem wir eigentlich nicht gerechnet haben, sehr viel erfolgreicher, als wir vorher gedacht haben. Und das bei sehr gutem Wetter. Ich freue mich, dass es ein so großer Erfolg war, und die positive Resonanz der Leute hat am Ende auch den großen Aufwand, den alle hatten, gerechtfertigt. So anstrengend wie es war, es war toll, zu sehen, dass es schön war.

Die Feuerwehr in Kremmen. Quelle: Robert Roeske

3. An allererster Stelle steht die Klärung der finanziellen Situation in der Stadt Kremmen. Um zu klären, wie es mit den vier Hauptprojekten weitergeht – mit dem Klubhaus, der Sporthalle, der Kita und der Feuerwehr. Für mich ist es das Vordergründigste, wie wir das finanziert bekommen, ohne sich dadurch für Jahrzehnte zu verschulden.

4. Voraussichtlich ja. Ist ja auch eine Entscheidung, die in der Familie zu treffen ist. Da muss ich auch abwarten, was die dazu sagt. Aber meine Frau meinte, ich solle das weiter machen. Das bedeutet, dass die Tendenz dahin geht, dass ich beid er nächsten Kommunalwahl wieder antreten werde.

Jürgen Kurth, UWG/LGU, Sommerfeld

1. Seine Lage und seine Einwohner machen Sommerfeld sehr liebenswert. Dass es eine recht gute Anbindung gibt mit dem Prignitzexpress nach Berlin, außerdem eine Busverbindung nach Oranienburg und überhaupt recht gute Straßenanbindungen in alle Richtungen.

2. Eigentlich sollte es das Projekt Wegereparatur sein. Aber bisher wurden erst der Triftweg und die Straße Am Triftweg. Aber das schleift momentan alles noch ein bisschen. Aber das wichtigste Projekt ist diesem Jahr ist, dass wir unsere Kita saniert haben und das Gebäude von der Feuchtigkeit befreit worden ist.

Künftiger Standort für einen Spielplatz in Sommerfeld. Quelle: Robert Tiesler

3. Der Dorfteich in der Wesring, der ist ziemlich verkrautet und verwildert, der muss unbedingt mal hergerichtet werden. Außerdem der Bahnhofsvorplatz, das ist im Moment ein wilder, unbefestigter Parkplatz. Bei Nässe gibt es dort Pfützen, im Sommer staubt es. langfristiges Ziel ist es, das Areal von der Bahn abzukaufen, aber das ist alles leider nicht sehr einfach. Man hat mit der Bahn an der Stelle keinen einfachen Partner.

4. Ja. Aber ich würde mir für die Zukunft nach den Wahlen wünschen, dass noch ein paar jüngere Leute im Ortsbeirat dazustoßen würden, die uns dann bei der Arbeit im Dorf unterstützen können.

Heino Hornemann, CDU, Staffelde

1. Es ist ein kleiner, überschaubarer Ort mit vielen Traditionen, wie zum Beispiel dem Reitsport. Von der Lage her liegen wir sehr günstig an der Autobahnauffahrt. Rings um den Gutshof herrscht im Dorf eine gute Atmosphäre, dazu der alte Dorfkern. Ich komme mit allen Menschen sehr gut klar.

2. Das ist unser Bürgerhaushalt, bei dem uns 5800 Euro im Jahr zur Verfügung stehen. Dieses Geld wird in alle Richtungen verteilt, da haben alle was davon. Sowohl Jugendliche, als auch die Senioren. Für das Denkmal im Ort, für den Spielplatz. Es sind kleine Sachen, die für jede Gruppe was bieten. Und wir hatten in diesem Jahr unsere Jubiläen: 50 Jahre Pfingstfest, 50 Jahre Angelverein, 90 Jahre Feuerwehr.

Das Bürgerzentrum in Staffelde. Quelle: Robert Tiesler

3. Wir müssen uns mit den Straßen beschäftigen, die ins neue Wohngebiet führen. Wir haben da neue Häuser, die in den vergangenen Monaten entstanden sind. Und wir brauchen eine vernünftige Zuwegung in den Dorfkern. Außerdem wollen wir uns um den Fußweg an der Flatower Straße kümmern.

4. Ich würde es machen, aber nicht allein. Ich hoffe auf viel Unterstützung. Zur Zeit sind wir nur zwei Leute im Ortsbeirat, und Helmut Glanzer will nicht mehr weitermachen. Die Leute sprechen mich aber an, dass ich weitermachen soll.

Von Robert Tiesler

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