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Kremmen Kinder erleben Steinzelt-Feeling auf der Redwood Ranch
Lokales Oberhavel Kremmen Kinder erleben Steinzelt-Feeling auf der Redwood Ranch
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01:15 14.07.2018
Die Mädchen lassen sich von Dieter Günzel zeigen, wie ein Lehmbackofen entsteht. Quelle: Robert Tiesler
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Beetz

Finja hat ordentlich Lehm an den Händen. Aber das stört die Zwölfjährige nicht im geringsten. Sie ist gerade dabei, am kleinen Backofen mitzubauen. Eine Sandburg wird mit Lehm und Steinen befestigt. Der Sand kommt später raus, und in der entstanden Höhle kann gebacken werden. So hat man das früher gemacht.

Auf der Redwood Ranch an der Beetzer Dorfstraße können sich Kinder austoben – nicht nur in den Ferien. Sie erleben dort die pure Natur, aber auch, wie zum Beispiel die Menschen in der Steinzeit gelebt haben. Ohne Handy, ohne Plastik. „Es geht um den Gedanken: Was ist uns eigentlich wichtig?“, sagt die Wildnispädagogin Dörthe Schwarz, die Betreiberin der Ranch.

Bildergalerie: Redwood Ranch

Dörthe Schwarz betreibt die Redwood Ranch in Beetz – auch bekannt als Zwergenwerkstatt. Dort können Kinder spielen und erleben, wie die Steinzeit war.

Seit 20 Jahren lebt sie mit ihrem Mann Dieter Günzel in Beetz. Sie wollten damals raus aus der Stadt, aufs Land. Damals gab es auf dem 4000 Quadratmeter großen Gelände nur Brennnesseln und ein paar Apfelbäume. Inzwischen stehen dort mehr als 50 Baumarten. „Das ist ein halber botanischer Garten“, sagt Dörthe Schwarz und lächelt. Vieles ist naturbelassen. Hier und da stehen Sträucher und Unkräuter. Die Wege sind uneben. „Das ist alles so gewollt.“

Seit 2007 bieten sie dort Angebote für Kinder an. Damals bürgerte sich auch der Name „Zwergenwerkstatt“ ein. „Meine Kinder waren da auch noch Zwerge.“ Immer wieder finden dort Kindergeburtstage statt oder Projekte mit Kitas oder Grundschulen. Als die Kinder größer wurden, verwandelte sich die Zwergenwerkstatt in die Redwood Ranch. „Redwood sind Riesenmammutbäume.“ Auch davon stehen welche auf dem Hof in Beetz.

Kinder lernen viel

Die Kinder lernen, wie man mit Steinen Feuer machen kann. Wie man überhaupt sich mit bestimmten Materialien Nahrung besorgen kann. Schnüre aus Bast werden gedreht oder Mehl wird gemahlen. In einem Tipi finden die Besprechungen statt, oder er ist Treffpunkt bei schlechtem Wetter. Aber auch Bogenschießen und andere Spiele sind möglich. Auf den hinteren Teil des Hofes stehen zudem Pferde.

„Das macht Mega-Spaß“, sagt Finja (12) aus Potsdam. Besonders gefallen hat ihr, wie sie gemeinsam Feuer gemacht haben. Schon seit Montag ist sie in Beetz. Es gibt dort sowohl Tagesgäste, als auch Kinder, die länger bleiben. Nele (11) aus Brandenburg an der Havel matscht gerade noch mit dem Lehm herum. „Die Schlammschlacht war sehr witzig“, erzählt sie.

Umgang mit Feuer

Es sei wichtig, dass die Kinder wissen, wie sie in bestimmten Situationen klarkommen. „Feuer und Messer sind gefährlich, aber sie müssen auch wissen, wie sie damit umgehen sollen.“ Am Donnerstag kommen unter anderen Kinder vom Oranienburger Havelhort vorbei.

*

Mehr Infos zum Hof gibt es auf www.querbeetz.de.

Ein Video vom Versuch, wie in der Steinzeit Feuer gemacht wurde, gibt es auf unserer Facebook-Seite „MAZ Oberhavel“.

Von Robert Tiesler

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