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Kremmener Geschichten in Vehlefanz

Gerd Kley hält Vortrag Kremmener Geschichten in Vehlefanz

Der Hobby-Historiker Gerd Kley aus Schwante war am Donnerstagnachmittag zu Gast beim Klönkaffee im Vehlefanzer Heimatverein. Dort hielt er einen Vortrag über „800 Jahre Kremmen“. Historische Personen aus der Vergessenheit herauszuholen, ist sein besonderes Anliegen.

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Historiker Gerd Kley aus Schwante war zu Gast in Vehlefanz. Edeltraud Höpfner begrüßte ihn.

Quelle: Helga Müller-Schwartz

Vehlefanz. Gut besucht war der Klönkaffee-Nachmittag des Vehlefanzer Heimatvereins am Donnerstagnachmittag. Die Vorsitzende Edeltraud Höpfner hat den Physiker und Hobby-Historiker Gerd Kley aus Schwante angekündigt, der sich im Heimatverein bereits mit zwei Vorträgen eine Fan-Gemeinde geschaffen hat. Das Thema „800 Jahre Kremmen“ lockte 40 Mitglieder und Gäste ins „Haus der Generationen“.

Kremmen sei sicherlich älter, so Gerd Kley, aber die erstmalige Erwähnung von Kremmen fand in einer Urkunde vom 28. Dezember 1216 statt, in der sich Bischof Siegfried II. von Brandenburg seine Rechte und Besitzungen bestätigen ließ. Mit „Cremme“ wurden noch weitere neun Orte erstmalig genannt, darunter Bochzowe, das heutige Oranienburg.

Im Hochmittelalter war die Stadt Kremmen ein landesweit bedeutender Ort für Kirche und Adel. Die historischen Fakten sind spannend, die Ereignisse hoch dramatisch und die Konsequenzen manchmal überraschend. Vermutlich baute bereits Albrecht der Bär eine Burg mit Wall und Graben, das „Haus Cremmen“. Durch das Kremmer Luch ließ er einen etwa fünf Meter breiten Knüppeldamm errichten, die einzige Verbindung vom Süden durch die Sumpflandschaft in die nördlich gelegenen Ländereien.

 Historiker Gerd Kley

Historiker Gerd Kley.

Quelle: Helga Müller-Schwartz

Einen Vorschlag aus Kremmen, den Festvortrag für eine 800-Jahr-Feier zu halten, lehnte Kley ab. „Ich hatte nie vorgehabt, mich in die Stadtgeschichte einzuarbeiten“, erklärt er. Aber er habe der Kremmener Kirche den bekannten Potsdamer Historiker Lutz Partenheimer vermittelt, der ein Spezialist für die Zeit der Askanier ist.

Vor einigen Monaten trat die Landesgeschichtliche Vereinigung Berlin-Brandenburg an ihn heran und erbat sich eine Stadtführung durch Kremmen mit Schwerpunkt „Ersterwähnung vor 800 Jahren“. Nun musste er sich doch in die Materie versenken. Inzwischen, so Gerd Kley, habe er so viel Wissen angesammelt, dass es schade ist, es nicht auch für Vorträge andernorts zu nutzen. So kam die Anfrage des Heimatvereins gerade passend.

Kleys Vortrag ist übersichtlich und wird mit viel Begeisterung vorgetragen. Der Vortrag gliedert sich in fünf Kapitel: An Hand alter Planzeichnungen und Stiche erklärt er die Entstehung der Stadt und ihre Entwicklung bis heute., schildert ihre Bedeutung im Mittelalter, beleuchtet die Intrigen und Kämpfe um Macht und Besitz und den Einstieg der Hohenzollern in die brandenburgische und deutsche Geschichte durch den Sieg in der „Schlacht am Kremmener Damm“ 1412.

Neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten erwähnt Gerd Kley Persönlichkeiten, deren Namen mit Kremmen in Verbindung stehen. Historische Personen aus der Vergessenheit herauszuholen, das ist sein besonderes Anliegen.

Von Helga Müller-Schwartz

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