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Küchenfee des Rentner-Clubs

Nassenheide Küchenfee des Rentner-Clubs

Sie sind es, die die Gemeinschaft meist zusammenhalten: die emsigen Ehrenamtlichen im Hintergrund. Rosemarie Heidrich ist so eine gute Seele, die nicht viel Aufhebens macht von ihrer Arbeit im Rentner-Club Nassenheide.

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Rosemarie Heidrich (Mitte) bereitet die Nachmittage nicht nur vor, sondern spielt eifrig mit.

Quelle: Stefan Blumberg

Nassenheide. „Ich mache doch nur Küchendienst“, sagt Rosemarie Heidrich ganz bescheiden. „Mehr nicht.“ Dass sie sich damit eine Menge Arbeit ans Bein gebunden hat, wissen aber ihre Mitstreiter von der Volkssolidarität, die sich jeden Mittwoch an den gedeckten Tisch setzen. Liebevoll hergerichtet. Tassen, Teller, Bestecks, aufgeschnittener Kuchen. Alles griffbereit. Alles mundgerecht. Nach dem Kartenspielen im Dorfgemeinschaftshaus setzen sich alle an die gedeckte Tafel. „Wenn sie es nicht tun würde, ginge es den Bach runter“, sagte Renate Sommerfeld. Sie hat den Hut auf für den Rentner-Club der Volkssolidarität in Nassenheide. Rosemarie Heidrich kauft das, was auf die Kaffeetafel gehört, ein. „Kuchen backe ich auch selbst“, erwähnt sie ganz nebenbei. Am Mittwoch war es Hefekuchen.

Wenn die anderen kommen, ist sie schon zwei Stunden da

Seit 15 Jahren mischt Rosemarie Heidrich bei den Nassenheider Senioren mit. So lange wohnt sie auch im Ort, in dem sie zuvor durch die Aufenthalte in ihrem Bungalow schon heimisch geworden war. Zur Küchenfee avancierte sie, als ihre Vorgängerin Erika Rose aufhörte. Wenn sich die ältere Generation immer mittwochs um 13 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus einfindet, schließt Rosemarie Heidrich bereits zwei Stunden vorher die Tür auf. Zu zweit bereiten sie dann den wöchentlichen Nachmittag vor – die Helferin wechselt öfter. „Ich mache das gern. Es ist mir eine Freude, jedes Mal herzukommen. Man will ja nicht nur zu Hause sitzen“, sagt die 77-Jährige.

Die Frauen spielen Rommeé, die Männer Skat

Vorm Kaffeetrinken mischt sie sich unter die anderen. „Kartenspielen ist sehr wichtig. Es gibt schon ehrgeizige Frauen unter uns. Trotzdem geht es alles friedlich zu.“ Einmal im Monat wird meist um Fleischpreise gespielt. Die Frauen Rommeé, die Männer Skat. Da zahlt jeder fünf Euro ein. „Jeder bekommt einen Preis. Der Erste kann sich den Gewinn aussuchen; dann der Zweite, Dritte und so weiter“, sagt Renate Sommerfeld. An den Tagen, an denen um Preise gespielt wird, kommen oft mehr Rentner als sonst. An diesem Mittwoch fanden sich 28 Frauen und Männer ein. Insgesamt gehören etwa 60 Nassenheider zum Club. Die Zahl ist seit Jahren ziemlich konstant, so Renate Sommerfeld. Leider besuchten nicht alle die wöchentlichen Veranstaltungen. Verstärkung könnten die Aktiven des Rentner-Clubs gut gebrauchen. Auch die älteren Nassenheider, die nicht dem Club angehören, seien herzlich eingeladen, mittwochs zum Treff zu kommen. Auch andere Angebote gebe es. So fänden regelmäßig Ausflüge beziehungsweise Fahrten statt, die in der Regel Henning Abraham organisiert. „Wer will, kann da gern mitfahren“, sagt Renate Sommerfeld.

Wer sich entscheiden sollte, mittwochs ins Dorfgemeinschaftshaus zu kommen, um mit den anderen Ruheständlern einen Nachmittag zu verbringen, wird sehen, wie einladend die Räume hergerichtet sind. Rosemarie Heidrich sagt: „Mir würde etwas fehlen, wenn ich es nicht mehr tun könnte. Deshalb mache ich das, so lange es geht.“

Von Stefan Blumberg

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