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Kühles Wetter drückt die Spargelernte

Kremmen Kühles Wetter drückt die Spargelernte

Es ist zu kühl, die Sonne fehlt: Das wirkt sich auf die Spargelernte aus. Momentan wird rund um Kremmen nur etwas die Hälfte von den Mengen geerntet, die im Mai eigentlich üblich sind. Auf den Verkauf wirken sich die geringeren Mengen aber kaum aus.

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Dem Spargel fehlt es an Sonne, deshalb kann in diesen Tagen weniger davon von den Feldern geerntet werden.

Quelle: Marco Winkler

Kremmen. Dem Spargel ist kalt. Das momentane Wetter mit wenig Sonne, niedrigen Temperaturen und immer noch gelegentlichen Bodenfrösten macht die Spargelernte längst nicht so ergiebig, wie sie im Mai eigentlich sein sollte. „Und die Aussichten sind ja nicht viel besser“, sagte Malte Voigts, der Geschäftsführer des Spargelhofes in Kremmen, am Montag. Trotz alledem: „Es läuft eigentlich ganz gut.“ Wobei es auf das Wort „Eigentlich“ ankommt.

An den Ernteerträgen sei das schlechte Wetter ziemlich deutlich abzulesen. „Es ist wieder ein verrücktes Jahr, aber diesmal ganz anders“, so Malte Voigts. „Nach einem fulminanten Start mit viel Spargel ist es jetzt ein bisschen weniger geworden.“ So gab es am 11. April noch 30 Tonnen Spargel, die an einem Tag von den Feldern rund um Kremmen geerntet werden konnten. „Das war so viel wie noch nie zu diesem Zeitpunkt der Ernte.“

Am Montag lag der Ertrag bei gerade mal 20 Tonnen. „Das widerum ist so wenig wie noch nie zu dieser Zeit in den vergangenen Jahren.“ Normalerweise werden jetzt, im Mai, immer zwischen 40 und 45 Tonnen der weiße Stangen pro Tag gestochen. „Der Mai ist sehr kühl und trüb, wir sind sehr froh, dass wir die Folien haben.“ Dort, wo die Tunnelfolien auf den Feldern sind, sei das Gemüse auch vor dem Frost geschützt. „Hätten wir keine Folien, könnten wir wahrscheinlich nur so um die zehn Tonnen pro Tag ernten.“

Für den täglichen Betrieb auf dem Spargelhof selbst sowie für den Verkauf an den vielen Ständen in Oberhavel und drumherum reichen die Erträge dennoch. Probleme gibt es nach Auskunft von Malte Voigts aber bei der Belieferung des Einzelhandels, also der Supermärkte. „Da können wir nicht so viel liefern wie gewollt.“ Das sei deutschlandweit ein Problem.

Nun ist Halbzeit in der Spargelsaison 2017. „Eine Rekordernte werden wir dieses Jahr nicht schaffen“, ist sich der Kremmener sicher. Dennoch seien zu diesem Zeitpunkt aber schon 50 Prozent der prognostizierten Erträge eingeholt worden.

Was dem Spargel fehlt sind Wärme und vor allem Sonne. „Und keine Nachtfröste mehr“, sagt Malte Voigts. Die Qualität des Gemüses leide aber nicht unter dem Wetter. „Was den Weißegrad und die Dicke angeht, gibt es keine Beeinträchtigungen.“

Von Robert Tiesler

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