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Kultur in Birkenwerder erleben

Kulturbeirat stellt neuen Flyer vor Kultur in Birkenwerder erleben

Der Kulturbeirat Birkenwerder möchte die Kultur im Ort stärken, bündeln und besser sichtbar machen. Deshalb hat man nun einen Flyer erstellt, in dem sich der Beirat vorstellt, seine Ziele formuliert und die Bürger dazu einlädt, in einer Umfrage ihre Meinungen und Wünsche zu äußern.

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Der Kulturbeirat stellt mit Bürgermeister Stephan Zimniok (rechts) den neuen Kultur-Flyer vor.

Quelle: Foto: Gawande

Birkenwerder. „Kultur beginnt im Herzen jedes einzelnen.“ Mit diesem Zitat des Dramatikers, Schauspielers und Sängers Johann Nepomuk Nestroy beginnt der am Mittwoch neu erschiene Flyer des Kulturbeirates Birkenwerder. Denn Kultur sei vielfältig und bunt, ist man sich im Beirat einig. „Birkenwerder hat ein attraktives Kulturleben. Mit dem Flyer aber laden wir die Bürger ein, die Gemeinde kulturell noch reicher und bunter zu machen“, so Christoph Schäfer, Vorsitzender des Kulturbeirates.

Jeder Haushalt der Gemeinde wird in der nächsten Zeit ein Exemplar in seinem Briefkasten vorfinden. Wer bis dahin nicht warten möchte, erhält die Flyer am Infopoint und im Rathaus. Denn jeder Bürger wird für die Umfrage in der Broschüre aufgefordert, sich ganz persönlich Gedanken über die kulturelle Vielfalt des Ortes zu machen. Und seine Meinung dem Beirat mitzuteilen. Sind einem Jazzkonzerte wichtig oder Schmuckdesignkurse? Tanzveranstaltungen oder Ortsfeste? Wünscht man sich mehr Freiluftveranstaltungen, wie das überaus erfolgreiche Taschenlampenkonzert der Band Rumpelstil im vergangenen Jahr oder mehr Interkulturelles? Natürlich können auch eigene Vorschläge eingebracht werden. „Der Clou aber ist der kulturelle Herzenswunsch“, findet Christoph Schäfer. In dieser Rubrik könne die Dinge angegeben werden, die man sonst „in sein Kissen raunen würde“.

Es steckt viel Zeit und das kulturelle Herzblut der Verantwortlichen in dem schmal gefalteten Flyer. Die Gestaltung hat unentgeltlich Beiratsmitglied Anne Schlumbom übernommen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt habe dabei hervorragend geklappt, sind sich alle Aktiven einig. „Wir brauchten nicht mehr machen, als die Rechnung zu bezahlen“, stimmt Bürgermeister Stephan Zimniok zu. Und die fiel für die 4000 gedruckten Exemplare vergleichsweise niedrig aus: 280 Euro.

Damit die Bürger Birkenwerders erfahren, was sich hinter dem Begriff Kulturbeirat verbirgt, welche Aufgaben und Ziele die elfköpfige Gruppe, die sich der Kultur verschrieben hat, verfolgt, stellt sich der Beirat im Flyer ebenfalls vor. „Wir sind ein beratendes Gremium. Geben kulturell Aktiven eine stärkere Stimme“, erklärt Christoph Schäfer. Alle Sitzungen seien öffentlich, im Veranstaltungskalender der Gemeinde einsehbar. Doch käme bedauerlicherweise selten ein Einwohner vorbei. „Wir haben stets ein offenes Ohr.“

Denn es ginge dem Kulturbeirat darum, Netzwerke zu schaffen, die Kultur in der Gemeinde noch sichtbarer werden zu lassen. Schäfer: „Unsere Aufgabe ist, alles zu bündeln.“ Geplant sei deshalb, eine Liste der Kreativen zu erstellen . Quasi einen Pool an Möglichkeiten. Ein Forum, in dem sich Kulturschaffende, egal ob auf beruflicher oder freizeitlicher Ebene, austauschen können. Ergänzt um eine Übersicht an Orten, an denen man Kultur betreiben könne. Nutzbar als Proben-, Aufführungs- oder Ausstellungsort.

Deshalb ist man mit dem Flyer auf der Suche nach kulturell aktiven Mitbürgern. „Manche zeigen viel Engagement, andere müssen eingeladen, motiviert oder wachgeküsst werden.“ Und auch die will man mit dem Flyer erreichen.

Von Ulrike Gawande

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