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Kultureller Mittelpunkt Mühlenbecks

Mühlenbeck Kultureller Mittelpunkt Mühlenbecks

Harry Timmermann, einer der besten Klezmer-Klarinettisten des Landes, Bajan-Virtuose Alexander Danko und Violinistin Carmen Hoyer begeisterten am Sonntag mit Klezmer-Klängen das Publikum in der Mühlenbecker Mönchmühle.

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Harry Timmermann, Carmen Hoyer und Alexander Danko (v. l.) begeisterten mit mitreißenden Klezmerklängen.

Quelle: Foto: UG

Mühlenbeck. Zwei Zugaben mussten Harry Timmermann (Klarinette), Carmen Hoyer (Violine) und Alexander Danko (Bajan) am Sonntag bei ihrem Klezmer-Konzert in der Mönchmühle in Mühlenbeck geben. Bravorufe und anhaltender Applaus der rund 80 Konzertbesucher ließ den Vollblutmusikern, die als „Harrys Freilach mit Violin-Erweiterung auftraten, keine andere Wahl.

„Wenn ich einmal reich wär“, das Lied des Milchmanns Tewje aus dem Musical „Anatevka“ klang, als hätten die drei Musiker schon immer gemeinsam auf der Bühne gestanden. Doch in Wahrheit war das Konzert nicht nur der Start einer neuen Konzertreihe in der Mönchmühle, sondern auch eine Premiere für die Musiker, die zum ersten Mal in dieser Formation gemeinsam öffentlich musizierten. „Es war wie aus einem Guss, als ob die Musiker nie etwas anderes gemacht hätten“, begeisterte sich ein Zuschauer.

Carmen Hoyer, die als Konzertmeisterin erst im Metropoltheater und später im Friedrichstadtpalast auf der Bühne stand, hat die neue Konzertreihe der von ihr gegründeten Phoenix-Orchester-Akademie ins Leben gerufen. „Einmal im Monat wird es zukünftig ein Konzert in der Mönchmühle geben. Laien und Profis im Wechsel“, verrät die selbstständige Geigenpädagogin Hoyer, die auch Mitglied im Förderverein der Mönchmühle ist. „Es ist einfach ein tolles Objekt, das vom Verein mühselig aufgebaut wurde“, begeistert sie sich für das denkmalgeschützte Ensemble, eine der ältesten Wassermühlen Brandenburgs. Mit den Laienkonzerten, für die man sich bei ihr bewerben kann, wolle sie Musiktalenten eine Plattform bieten, so Hoyer. Außerdem ist sie auf der Suche nach Streichern für das Phoenix-Orchester, das als Projektorchester organisiert ist.

Doch der Konzertabend hatte auch einen Wermutstropfen: Gerne wollten die Besucher noch ein wenig bei milden Frühlingstemperaturen auf dem Rastplatz unter den Bäumen am Mühlenrad verweilen, die Natur nach dem Kunstgenuss genießen. Doch der Rastplatz wurde von der Unteren Naturschutzbehörde für eine derartige Nutzung gesperrt. Es handele sich um ein Naturschutzgebiet. Claus Schwartzer, Vorsitzender des Fördervereins, ist sichtlich empört, schließlich habe es jahrelang eine mündliche Zusage eines Behördenmitarbeiters gegeben, den Rastplatz mit Bänken und Tischen als Ort der Stille und Entspannung zu nutzen. Auch für die Touristen, die regelmäßig zur Mühle und ins Mühlencafé kommen.

Von Ulrike Gawande

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