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Kulturverein sagt zwei Feste ab

Weihnachtsmarkt und Osterfeuer in Bärenklau Kulturverein sagt zwei Feste ab

Der Kulturverein Arge Baer in Bärenklau veranstaltete bislang das Osterfeuer, Erntefest und den Weihnachtsmarkt. In Zukunft will man sich jedoch nur noch auf das dreitägige Erntefest konzentrieren. Personell und finanziell seien die drei feste nicht zu schaffen, sagt der Vereinsvorsitzende Volker Röthig.

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Beim Erntefest 2015 war in Bärenklau wieder viel los.

Quelle: Robert Tiesler

Bärenklau. In diesem Jahr wird es in Bärenklau keinen Weihnachtsmarkt geben. Das teilte Volker Röthig, der Vorsitzende des Kulturvereins Arge Baer mit. Auch das vom Verein bislang veranstaltete Osterfeuer wird so nicht mehr stattfinden. In der jüngsten Mitgliederversammlung ist das von den Anwesenden einstimmig beschlossen worden.

„Der Weihnachtsmarkt wurde immer recht schlecht angenommen“, erklärt Volker Röthig. Der Aufwand sei für keine 100 Gäste einfach zu groß gewesen. „Und ich verstehe das auch. Wer auf einen Weihnachtsmarkt will, fährt nach Berlin.“

Auch für das Osterfeuer sei der Aufwand im Kulturverein immer riesig gewesen. „Die, die helfen, hatten seit 15 Jahren kein ruhiges Osterfest mehr“, so Volker Röthig. Und es seien immer dieselben, die helfen. „Wir werden ja auch nicht jünger, und irgendwie ist da bei uns auch die Luft raus.“ Der Kulturverein musste bei beiden Festen immer draufzahlen. „Wir haben jedes Jahr Geld zugesetzt.“

Das Osterfeuer wird – falls eines stattfindet – im kommenden Jahr vom Dorfkrug-Pächter veranstaltet, ob auf dem Festplatz oder dem Remontehof, bleibt ebenfalls noch offen.

Nicht betroffen ist vorerst das Bärenklauer Erntefest. Das wollen die Mitglieder des Kulturvereins weiter ausrichten. „So lange wir können machen wir das“, sagt Volker Röthig. Zudem handele es sich um Traditionspflege. In dem Zusammenhang freute sich der Vereinschef darüber, dass dieses Jahr so viele Mitglieder dabei waren und mithalfen. Finanziell funktioniere das auch, in diesem Jahr werde man wohl „plus-minus null“ abschließen.

Dennoch gebe es für „Arge Baer“ das Problem, dass Nachwuchs fehlt. „Wenn mehr Leute Ü 30 mitmachen würden, das wäre gut“, so Volker Röthig. „Wir brauchen Macher! Schnacker haben wir genug.“

Auch ärgert er sich, dass die Gemeinde Oberkrämer das große Erntefest aus seiner Sicht zu wenig unterstützt. „Für das Kreiserntefest in Vehlefanz sind letztes Jahr 40 000 Euro verbraten worden. Unglaublich, was da reingebuttert wurde. Und die Jury-Mitglieder beim Festumzug haben nicht mal ein Glas Wasser bekommen.“ Für das über drei Tage stattfindende Bärenklauer Erntefest gäbe es nur die Pro-Kopf-Pauschale, die alle Oberkrämer-Ortsteile bekommen plus einen Zuschuss für die Security.

Auf dem Erntefest ist die Absage der beiden Veranstaltungen im Winter und Frühling schon diskutiert worden, aber Volker Röthig und die Vereinsmitglieder bleiben bei ihrer Entscheidung.

Von Robert Tiesler

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