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Kunst für die Zukunft

Hennigsdorf Kunst für die Zukunft

Noch bis Ende Januar lernen Siebtklässler der Diesterweg-Oberschule im Hennigsdorfer „Malraum“ von Kunstpädagogin Michaela Vohland verschiedene Kunsttechniken kennen. So sollen sie im Rahmen das „Praxislernens“ für das Berufsleben fitgemacht werden. Eine Menge Spaß bringt die Sache außerdem.

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Michaela Vohland (Mitte) brachte den Schülerinnen verschiedene Kunsttechniken näher.

Quelle: Foto: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Die Diesterweg-Oberschule ist drauf und dran, ein Maskottchen zu bekommen. Jedenfalls, wenn es nach den Siebtklässlerinnen Sophia und Jeannine geht. Unter den Händen der beiden ist in dieser Woche ein kleiner Elefant aus Ton entstanden, auf seinem Rücken hockt eine Maus. Ganz wie in der „Sendung mit der Maus“ in der ARD. „Das wäre doch ein tolles Maskottchen“, sagt Sophia. In dieser Woche hieß es für elf Diesterweg-Schülerinnen statt Unterricht in der Schule ihnen jeden Tag eine andere Kunsttechnik im Hennigsdorfer „Malraum“ in der Rathenaustraße näher bringen. Neben Töpfern standen für die Mädchen unter anderem die Kalligraphie, das Experimentieren mit Reliefmasse oder Ich-Collagen aus Zeitschriften auf dem Plan, immer behutsam angeleitet von der Kunstpädagogin Michaela Vohland (44).

Das Projekt findet im Rahmen des Praxislernens statt, das die Diesterweg-Oberschule noch bis Ende Januar in Kooperation mit dem Hennigsdorfer Oberstufenzentrum organisiert. „In der siebten Klasse geht es bei uns mit der Berufsorientierung los, in den Grundschulen passiert zu dem Thema ja noch nicht so viel“, erklärt Frank Hering, Direktor der Diesterwegschule. Die Schüler können sich beim Praxislernen je nach Interesse für eine Richtung entscheiden. Neben dem Malraum bietet auch das OSZ in diesen Wochen Kurse für die Siebtklässler. Sie können Flugzeugmodelle bauen, Holz- und Metallarbeiten erledigen oder Spiele programmieren.

Seit drei Jahren ist Michaela Vohlands Malraum Bestandteil des Praxislernens. Die tägliche Arbeit mit den Kindern, jeweils etwa sechs Stunden, sei ein guter Vorgeschmack auf das Berufsleben. Die Schüler müssten alles vor- und nachbereiten, für Ordnung am Arbeitsplatz sorgen, im Team zusammenarbeiten, kreativ werden und kommunizieren. Softskills, die später im Job gebraucht würden. „Es macht ihnen auch Spaß, das sieht man daran, wie ruhig es hier im Vergleich zum Klassenzimmer ist“, sagt Michaela Vohland, die 2013 nach Hennigsdorf gezogen ist und im Malraum etwa auch Kurse für Kitakinder oder Erwachsene bietet.

Sophia, der Schöpferin des Elefanten, hat die Woche im Malraum auf jeden Fall großen Spaß gemacht. „Wir konnten kreativ sein und wir haben viel gelernt.“ Die Zwölfjährige will das Abi machen und studieren. Was, weiß Sophia noch nicht.

Von Marco Paetzel

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