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Oberhavel Kunst im Schaufenster
Lokales Oberhavel Kunst im Schaufenster
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00:17 29.12.2017
Liana Riebau, Babs Waldow, Melitta von Sychowski und Marianne Braun stellen bis zum 3. Januar ihre Werke aus. Quelle: Ulrike Gawande
Velten

Wer zwischen den Feiertagen ein Ziel für einen Spaziergang sucht, dem sei der Marktplatz empfohlen: So ist nicht nur die Weihnachtsbeleuchtung am Brunnen ein echter Hingucker, sondern in den Schaufenstern der einstigen NKD-Filiale kann auch kostenlos Kunst konsumiert werden.

Unter dem Motto „Kunst statt Leerstand“ nutzt der 2017 gegründete Künstlertreff seit Mitte Dezember die Möglichkeit, Bilder und Keramiken in dem leer stehenden Geschäft auszustellen. Alle vierzehn Tage sind neue Werke von Veltener Künstlern zu bewundern. Noch bis zum 3. Januar präsentieren Babs Waldow, Marianne Braun, Melitta von Sychowski und Liana Riebau ihre kreativen Erzeugnisse.

Marianne Braun kam über die sogenannten Montagsmaler, einer Kunstgruppe, die von Heidi Studier in der Hennigsdorfer Storchengalerie geleitet wird, zur Malerei. Seit 16 Jahren widmet sich Braun vor allem dem Malen von Blumen und Landschaften. Manchmal gebe es auch Menschen auf ihren Bildern, so die 68-Jährige, die bevorzugt mit Acryl malt, aber nur ohne Gesicht.

Ein Ölgemälde von Melitta von Sychowski. Quelle: Ulrike Gawande

Auch Melitta von Sychowski kam über die Montagsmaler zur Kunst, obwohl sie schon seit ihrer Kindheit gemalt habe, so die 80-Jährige, die unter dem Dach ein kleines Atelier besitzt. Dort entstehen vor allem Landschaften und Blumenbilder in Öl, die sie auch im Kunstschaufenster in Velten zeigen wird. „Ich bin bei allen nur als die Blumenfee bekannt“, lacht die Veltenerin, die auch das Miteinander in der Malgruppe und im Künstlertreff zu schätzen weiß.

Blumen in Öl von Melitta von Sychowski Quelle: Ulrike Gawande

Einen völlig anderen Malstil pflegt Babs Waldow, die vor zwei Jahren von Glienicke in die Ofenstadt gezogen ist: Die 69-jährige Künstlerin malt bevorzugt abstrakt. Total abstrakt, wie sie ihren experimentierfreudigen und oft farbenfrohen Stil beschreibt, für den sie mit Acryl, aber auch mit Farbpigmenten arbeitet und die Spachteltechnik einsetzt. Trotzdem bekommen ihre oft großformatigen Bilder keine Titel, weil sie jedem seine eigene Möglichkeit der Interpretation überlassen möchte, so Waldow.

Babs Waldow beschreibt ihren Malstil mit „Total abstrakt“ Quelle: Ulrike Gawande

Das Kunstschaufenster sei eine interessante Möglichkeit, Leben auf den Marktplatz zu bringen und die leer stehenden Läden zu nutzen, ist die Künstlerin überzeugt. „Schade, dass es nur ein Schaufenster ist.“ Gut sei ein häufiger Wechsel der Kunst, damit es für die Marktplatzbesucher interessant bleibe.

Ein weihnachtlicher Keramikteller von Liana Riebau Quelle: Ulrike Gawande

So wird auch Keramisches zu sehen sein. Von Liana Riebau, die zum Keramikzirkel Velten gehört. Für das Kunstschaufenster habe sie vor allem winterlich-weihnachtliche Stücke ausgewählt, so die 64-Jährige, die vom Künstlertreff begeistert ist, der in der kurzen Zeit seines Bestehens schon viele Ausstellungen auf die Beine gestellt habe. „Die Leute finden, dass die Schaufenster belebt werden, und sind erstaunt, dass es so viele Künstler in Velten gibt.“

Von Ulrike Gawande

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