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Kunst im Vorbeigehen

Oranienburg Kunst im Vorbeigehen

Beim Shoppen in der Stadt noch etwas Kunst inhalieren? Das geht ab März in Oranienburg. Künstler stellen – wie schon im Vorjahr – in Schaufenstern aus. Die Aktion geht damit in die zweite Runde. Angehende Sozialassistenten aus Oranienburg machten am Freitag den Anfang.

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Laura Neumann und Nermina Lutter (v.l.) vor ihren Kunstwerken in der Bernauer Straße.

Quelle: Marco Winkler

Oranienburg. „Das Bild spiegelt meine Leidenschaft fürs Backen wieder“, so Nermina Lutter. Zu sehen: Süßwaren in sämtlichen Farben – und Paris-Impressionen. „Die Stadt vereint Pâtisserie mit Poesie.“ Ihre Collage ist im Elektronikkaufhauses A – Z in der Bernauer Straße zu sehen – als eine von vielen Arbeiten angehender Erzieher des Oranienburger Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums.

Die Exposition ist Teil einer Aktion des Kunstvereins Oranienwerk und der City-Gemeinschaft Oranienburg (CGO), in der Schüler und Künstler Arbeiten in Schaufenstern präsentieren.

Marcel Bauer (l) zeigt auf seinem Bild vor allem schnelle Autos und Amerika, Kevin Schley hingegen Frauen – zwei Traumwelten

Marcel Bauer (l.) zeigt auf seinem Bild vor allem schnelle Autos und Amerika, Kevin Schley hingegen Frauen – zwei Traumwelten.

Quelle: Marco Winkler

Im vorigen Jahr stellten insgesamt 22 Künstler ihre Exponate in zehn Geschäften aus. „Es ist gut angelaufen“, sagt Geschäftsstraßenmanager Stefan Wiesjahn über die Premiere. „Auch die Händler waren zufrieden.“ Sie hatten Mitspracherecht, welche Kunst in ihre Schaufenster kommt. Einer zweiten Auflage stand nichts im Weg.

Ab März werden die restlichen Schaufenster mit Aquarellen, Kreide- und Ölbildern und Skulpturen gefüllt. „Die Menschen müssen nicht ins Museum, sie können im Vorbeigehen Kunst mitnehmen“, so Christiane Grintzewitsch, Vorsitzende des Kunstvereins. Einige Werke wechselten 2016 sogar ihre Besitzer. „Ein Künstler will nicht nur beobachtet werden, er muss davon leben können.“ Alle vier Wochen wechseln die Exponate – bis die Weihnachtsdekoration der Läden die Aktion beendet.

Dann verschwinden auch die Bilder der Sozialassistenten im zweiten Lehrjahr, Marcel Bauer und Kevin Schley. „Vielleicht haben wir unsere Bilder bis dahin verkauft“, so die zwei Azubis. Eine Preisvorstellung haben sie: „Na ja, 300 Euro pro Bild wäre schon nicht schlecht.“

Von Marco Winkler

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