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Oberhavel Kunst statt Leerstand
Lokales Oberhavel Kunst statt Leerstand
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00:19 09.12.2017
Michael Nürnberg, Andrea Sauer, Edda Oltersdorff und Liane Rößner (v.l.) vor dem neuen Kunstschaufenster auf dem Marktplatz. Quelle: Ulrike Gawande
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Velten

Seit 21 Jahren lebt Edda Oltersdorff in Velten und schon seit ihrer Kindheit malt die 78-Jährige. Doch erst seit zehn Jahren besucht sie Volkshochschulkurse bei den Malern Uwe Müller-Fabian und Jürgen Gerhard, um ihr Kunsttalent auszubauen. Mal im Stile von van Gogh, von Monet oder Gauguin. „Vorbilder zwingen dazu, dass man sich mit Ästhetik, Farben und Stil des Künstlers auseinandersetzt,“ so Oltersdorff. Einige ihrer Werke sind seit Mittwoch im neuen „Kunstschaufenster Velten“ auf dem Marktplatz der Ofenstadt zu sehen.

Unter dem Motto „Kunst statt Leerstand“ werden derzeit leerstehende Geschäftsräume genutzt und so in einen Hingucker verwandelt. Kostenlos stellt die Berlinovo als Vermieter der Ladenräume die Schaufensterflächen zur Verfügung. Auch, um auf den Leerstand aufmerksam zu machen. Zusammen mit dem Citymanagement Velten nutzt der 2017 gegründete Künstlertreff Velten die Möglichkeit, die Vielfalt der Kreativen in der Stadt zu präsentieren. Alle zwei Wochen soll zukünftig die Ausstellung wechseln. Den Anfang machten gestern Fotograf Michael Nürnberg, die Hobbymalerinnen Edda Oltersdorff und Andea Sauer sowie Liane Rößner, die Keramik präsentiert, mit der auch die Fensterbretter liebevoll dekoriert waren.

„Es ist toll, welche fantastischen Künstler wir in der Stadt haben“, begeisterte sich Bürgermeisterin Ines Hübner (SPD) für die Aktion. „Es ist schön zu sehen, dass sie ihre Werke hier in der Mitte Veltens einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.“ Und wirklich blieben viele Marktbesucher stehen, um einen Blick auf die ausgestellten Kunstwerke zu werfen.

Interessiert wurden die Fotografien von Michael Nürnberg betrachtet, der seit 2016 in Velten lebt. „Ich fotografiere das Motiv, das mir gefällt.“ Wie den weihnachtlich illuminierten Brunnen des Veltener Marktplatzes. Am Computer kitzelt der 71-Jährige aus seinen Bildern noch mehr Leben heraus, setzt sie in Szene.

Andrea Sauer (49) aus Leegebruch hatte für ihre Premierenausstellung gleich 13 Bilder mitgebracht, hauptsächlich Landschafts- und Naturmotive in Öl. Gemalt nach Urlaubsfotos. „Es sind meine Lieblingsbilder, die sonst zu Hause an der Wand hängen.“ Malen sei für sie Entspannung. „Das Kunstschaufenster ist eine tolle Möglichkeit. Ich bin auf die Resonanz der Leute gespannt. Das gibt Ansporn.“

Von Ulrike Gawande

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