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Kurfürstenpaar im Krankenhaus

Oranienburg Kurfürstenpaar im Krankenhaus

Hoher Besuch bei kleinen Patienten auf der Kinderstation der Klinik Oranienburg. Als Kurfürstenpaar verkleidet, brachten Vivienne Netzeband und Axel Petersen Geschenke für die Kinder. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder wurden über die Feiertage wegen Atemwegserkrankungen in der Klinik behandelt.

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Colin-Joel aus Hennigsdorf mit der Kurfürstin, der Kleine ließ den Schokoladenweihnachtsmann nicht mehr los.

Quelle: Marion Bergsdorf

Oranienburg. Colin-Joel aus Hennigsdorf musste das Weihnachtsfest im Krankenhaus verbringen. Der Verdacht auf Lungenentzündung hatte sich bestätigt, auf der Kinder- und Jugendstation der Klinik Oranienburg war der Zweijährige aus Hennigsdorf bestens versorgt. Die Schwestern gestalteten bereits vor Heiligabend eine Bescherung für die Kinder, der Weihnachtsmann brachte den kleinen Patienten Geschenke.

Für einen weiteren Höhepunkt sorgt die Stadt Oranienburg seit nunmehr sieben Jahren. Das Kurfürstenpaar, in diese Rolle schlüpfen stets Vivienne Netzeband und Axel Petersen, besuchen am ersten Weihnachtsfeiertag kleine Patienten auf der Kinderstation der Klinik und verteilen Geschenke.

Colin-Joel durfte sich aus dem Geschenkebeutel der Kurfürstin etliche Geschenke herausfischen. Der große Schokoladenweihnachtsmann hatte es ihm angetan. Den ließ er beim Weitersuchen nicht mehr los. Doch dann wickelte er ihn mit Hilfe seiner Mutter aus und verputzte ihn. Zum Glück gehe es ihm schon viel besser, sagten seine Mutter und Schwester Jutta Brämer.

Letztere hatte die gesamten Weihnachtsfeiertag Dienst. „Das macht nichts, zum Jahreswechsel ist die andere Schicht dran“, sagte Jutta Brämer, die seit ihrer Lehre im Jahre 1977 auf der Station arbeitet.

Bis Heiligabend wurden zwölf Patienten auf der Station betreut, ab ersten Feiertag waren es zehn. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder wie Colin-Joel wurden wegen Erkrankungen der Atemwege betreut. Die meisten litten unter der ansteckenden Art eines Schnupfenvirus mit zähem Schleim. Die Kinder mussten wegen Atemnot mit Sauerstoff versorgt werden und in kurzen Abständen auch nachts inhalieren. Viel Arbeit für die Schwestern. „Das gehört dazu“, winkt Jutta Brämer ab. „Die Arbeit mit Kindern ist schön. Ich freue mich immer, wenn sie wieder gesund und winkend nach Hause dürfen.“

Auf der Entbindungsstation der Klinik Oranienburg war am Heiligen Abend das 849. Kind dieses Jahres geboren worden. Eine Frau aus Somalia hatte das Mädchen Rayan zur Welt gebracht. Leider war das Baby sehr krank und musste sofort zur Weiterbehandlung in eine Berliner Klinik gebracht werden. Die Mutter fuhr am Tag nach der Entbindung sofort zu ihren Kind.

Von Marion Bergsdorf

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