Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Kurt Mühlenhaupts letztes großes Abenteuer
Lokales Oberhavel Kurt Mühlenhaupts letztes großes Abenteuer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:16 09.07.2015
Hannelore Mühlenhaupt, die Chefin vom Museum. Quelle: Margot Schöning
Anzeige
Bergsdorf

Hannelore Mühlenhaupt begrüßte die wenigen Gäste, die am Sonntag trotz Hitze-Rekord-Tag 20 Jahre Mühlenhauptmuseum feiern und genießen wollten, humorig: „Das Jahr 2015 wird in die Geschichte unseres Vereins eingehen mit den wenigsten und mit den meisten Gästen bei einer Ausstellungseröffnung. Gerammelt voll war es am 10. Mai mit Meisterkunstfälscher Wolfgang Beltracci.“ Der ungewöhnlich geringe Besuch schmälere nicht die Wertschätzung des Mühlenhauptmuseum, betonte der passend zum Tropentag hemdsärmelig gekleidete Rainer Walleser, Leiter der Kulturabteilung im Brandenburgischen Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Er hielt die Laudatio anstelle der angekündigten Ministerin Sabine Kunst. Das Museum sei der lebendigste und interessanteste Kulturort der Region. Hier werde kulturell alles möglich, vom klassischen Konzert, der Kammeroper Rheinsberg bis hin zum Jazz. Herausragende Ausstellungen wechselten sich ab wie mit dem Leipziger Johannes Heisig oder den Zeichnungen von Janosch, dem Vater der Tigerente, der extra aus Teneriffa einflog, weil er mit Kurt Mühlenhaupt zu Urzeiten zusammengearbeitet hatte. Es fanden Lesungen mit außergewöhnlichen Literaten wie Günter Grass, Christoph Hein, Sarah Kirsch, Wiglaf Droste, Harald Martenstein, Günter Bisky oder Herta Müller statt. Regelmäßig besuchen Schulklassen das Museum und arbeiten unter anderem in der Druckwerkstatt. Zum 20. Jubiläum eröffnete Hannelore Mühlenhaupt in der Scheune des einstigen Gutshofes des Grafen von Eulenburg die Ausstellung „Alles was im Teiche unkt“.

Musikalisch tangiert wurde die brandenburgische Mühlenhaupt-Galerie von den Klangwelten des Berliner Kontrabassisten Jaspar Libuda und im Garten von den Boxhagener Stadtmusikanten. Unweit ruhte Kurts Malerwerksatt im einstigen Schafstall als Memoriam. Zehdenicks Bürgermeister Arno Dahlenburg hatte im Auftrag der Stadt die Feierlichkeiten großzügig unterstützt und brachte ein persönliches Geschenk vorbei.

„Das Grundstück hat uns gesucht“, sagte die Chefin des Museums zum Start in Bergsdorf. „Wir waren 1990, als wir zum ersten Mal auf diesen Hof kamen, der von der LPG ’Tag der Befreiung’ bewirtschaftet wurde, ziemlich blauäugig hinsichtlich der vielen Arbeit, Mühe und Kosten.“ Es begann mit einem Zelt und endete mit dem Umzug nach Bergsdorf, obwohl Hannelore nie nach Bergsdorf wollte. Für Kurt, der ein halbes Jahr vorm Mauerbau nach Westberlin flüchtete, war der Umbau zum Museum sein letztes großes Abenteuer. ms

Von Margot Schöning

Oberhavel Bürger für Gransee sind ein gutes Jahr präsent in der Stadt - Nach Dreierfusion etabliert

Entstanden sind sie aus drei Bürgerinitiativen der Stadt – gemausert haben sie sich zu einer Wählergemeinschaft. Sie sind drin im poltischen Geschäft.

09.07.2015
Oberhavel Aktuelle Polizeimeldungen aus Oberhavel vom Montag - Teures Sportboot gestohlen

Schiff im Wert von 20 000 Euro verschwunden +++ Elfjähriger bei Unfall verletzt +++ Bei Einbruchsversuch Alarm ausgelöst +++ Waldboden abgebrannt +++ Fahrradunfall in Velten +++ Vorfahrt genommen

09.07.2015

Diese Liebes-Flucht hat für großes Aufsehen gesorgt: Die 14-jährige Josephine aus Schildow (Oberhavel) war mit ihrem viel älteren Onkel durchgebrannt, erst nach Wochen konnte das ungewöhnliche Paar in Frankreich gefunden werden. Die Polizei ermittelte gegen den Onkel. Doch für den Familienvater aus Berlin bleibt die Affäre ohne Folgen.

06.07.2015
Anzeige