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Kurzarbeit bei Pneu Laurent in Oranienburg

Runderneuerer von Lkw-Reifen hat Absatzproblem Kurzarbeit bei Pneu Laurent in Oranienburg

Rund 110 Produktionsarbeiter der Firma Pneu Laurent sind ab sofort in Kurzarbeit. Mit der Maßnahme reagiert der Runderneuerer von Autoreifen auf den anhaltend schwachen Absatz auf dem Weltmarkt. Angemeldet wurde die Kurzarbeit bis Ende Februar kommenden Jahres.

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Pneu Laurent gehört zu den größten Arbeitgebern in Oranienburg. Die Firma befasst sich mit der Runderneuerung von Lkw-Reifen.

Quelle: Enrico Kugler

Oranienburg. Rund 110 Produktionsarbeiter der Firma Pneu Laurent in Oranienburg müssen sich ab Dienstag, 1. September, mit Kurzarbeit begnügen. Darüber hat der Runderneuerer von Lkw-Reifen am Montagnachmittag informiert. Die Firma, so heißt es in einer Mitteilung, reagiere damit auf die seit einiger Zeit völlig veränderte Marktsituation. Zum einen sorge der anhaltend schwache Absatz auf dem gesamten Markt für runderneuerte Lkw-Reifen für eine geringe Auslastung. Zum anderen würden die Importe von günstigen Neureifen, die vor allem aus asiatischen Ländern kommen, aktuell deutlich ansteigen. Hintergrund dafür seien die derzeit geringen Rohstoff- und Ölpreise, dank derer sich Neureifen momentan besonders günstig produzieren und vermarkten lassen.

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Angemeldet wurde die Kurzarbeit bei Pneu Laurent zunächst bis Ende Februar kommenden Jahres. „Was bis dahin passiert, dazu kann man gegenwärtig keine Prognose abgeben“, meinte am Montag Markus Lamb. Wie der Geschäftsführer des Unternehmens, das in Oranienburg insgesamt rund 180 Mitarbeiter beschäftigt, weiter sagte, sei Pneu Laurent tariflich gebunden, weshalb er nicht damit rechne, dass es aufgrund der Kurzarbeit zu Härtefällen unter der betroffenen Belegschaft kommen wird.

Mit der Kurzarbeit bei Pneu Laurent konfrontiert, sprach Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke am Montagabend von einer „verhängnisvollen Entwicklung“. Wenn ein so großer Arbeitgeber Kurzarbeit anmelden müsse, sei dies für den Wirtschaftsstandort Oranienburg natürlich bedauerlich und werde nicht spurlos an der Stadt vorbeigehen. Schließlich profitiere Oranienburg von den hier angesiedelten Unternehmen, die mit ihren Gewerbesteuern ganz erheblich zur Steigerung der Lebensqualität einer Kommune beitragen. „Das ist eine echte Symbiose“, so das Oberhaupt der Havelstadt. „Wir bemühen uns, den Firmen gute Bedingungen für die Ansiedlung und die Produktion zu bieten, und die Unternehmen helfen uns mit den von ihnen gezahlten Steuern, das Leben der Einwohner so angenehm wie möglich zu gestalten.

Er wolle, so Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke, den Jahresempfang der Industrie- und Handelskammer (IHK) am Dienstag in Oranienburg dazu nutzen, um mit Geschäftsführer Markus Lamb ins Gespräch zu kommen. Allerdings habe die Stadt kaum Möglichkeiten, einer Firma wie Pneu Laurent bei der Überwindung von Absatzschwierigkeiten zu helfen. Pneu Laurent, so Oranienburgs Verwaltungschef, sei über Jahre eine stabile Wirtschaftsgröße der Stadt gewesen und habe in den Standort investiert. Er hoffe deshalb sehr, dass die Kurzarbeit tatsächlich nur von vorübergehender Dauer sein wird.

Pneu Laurent hat bereits Erfahrung im Umgang mit Kurzarbeit. 2013 hatte die Oranienburger Michelin-Tochter aufgrund eines Rückgangs der Nachfrage auf dem gesamten europäischen Lkw-Reifenmarkt schon einmal Kurzarbeit anmelden müssen. Die Maßnahme konnte vier Monate später wieder aufgehoben werden.

Von Bert Wittke

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