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Kurze Wege vom Topf auf den Teller

Oranienburg Kurze Wege vom Topf auf den Teller

Für die kommenden drei Jahre wird die Essenversorgung für rund 2500 Kindergarten- und Schulkinder in Oranienburg noch einmal an Catering-Unternehmen vergeben, dann könnte wieder in städtischen Küchen gekocht werden. Derzeit werden zentrale und dezentrale Lösungen geprüft.

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Ob es den Jüngsten schmeckt, hängt viel davon ab, ob es frisch gekocht auf den Teller kommt.

Quelle: Foto: MAZ-Archiv

Oranienburg. Frisch aufgetischt schmeckt’s in der Regel besser. Auch wenn es nicht immer die Leibspeise sein kann, bei kurzen Wegen von der Küche auf den Tisch, ist das Essen frischer, gehaltvoller, gesünder. Viele Eltern wünschen sich das in Oranienburg für ihre Kita- und Schulkinder. Eine entsprechende Online-Petition hatte bis zum Abschluss am 9. Februar 989 Unterstützer gefunden, 782 davon aus Oranienburg. In dreieinhalb Jahren könnte es soweit sein, denn die Verwaltung prüft derzeit, wie das bis 2020 beziehungsweise 2021 zu machen ist.

Denn bis dahin läuft der Vertrag mit den Catering-Firmen, die die rund 2500 Mädchen und Jungen täglich in den Schulen und Kitas versorgen. Der aktuelle Vertag läuft gerade aus. Die Ausschreibung für die Versorgung ab 1. August 2017 ist gerade abgeschlossen. „Wir haben sieben Bewerber, das ist sehr gut, beim letzten Mal waren es nur drei“, so Amtsleiterin Anke Michelczak. Es seien nicht nur Altbekannte darunter, sondern auch neue Gesichter und regionale Anbieter. Für die 25 Einrichtungen waren 17 Lose ausgeschrieben. Aktuell werde nun geprüft, in wieweit die Angebote den Bewerbungskriterien entsprechen, dann gehen die Eltern, Lehrer, Schulkinder und Verwaltungsmitarbeiter der „Essenkommission“ kosten. „Im Mai wollen wir uns entscheiden“, so Michelczak. Der Vertrag wird für drei Jahre geschlossen, mit der Option für eine maximal einjährige Verlängerung. Aber die möchte die Amtsleiterin gar nicht. Anke Michelczak hofft, dass bis dahin die eigenen Küchen fertig sind.

Im Amt für Grundstücks- und Gebäudewirtschaft wird auf der Grundlage des im Dezember beschlossenen „Kitabedarfs- und Schulentwicklungsplanes“ gecheckt, in welche zeitnah geplanten Neu- und Anbauten bei Schulen und Kitas von den Architekten noch eine Küche kurzfristig integriert werden kann. Und was das kostet.

Das sind die Grundschule Lehnitz, die bis 2019 einen Anbau bekommt, der Schulneubau Friedrichsthal bis 2021, der Neubau der Kita „Kleine Strolche“ Sachsenhausen bis 2019 und die für 2019 geplanten neue Kita Speyerer Straße. „Sie werden alle zuerst fertig und überall ist auf den städtischen Grundstücken eine Küche zu integrieren“, so Michelczak. Und bei je 750 Essensportionen könnte der Bedarf im Stadtgebiet abgedeckt werden. „Ein Standort in der Weißen Stadt wäre noch wünschenswert“, aber die Pläne der Bebauung an der Bothestraße noch nicht weit genug gediehen. Parallel zu den vier dezentralen, kleinen Küchen soll noch einmal das Projekt Zentralküche auf dem Ex-Kaserengelände geprüft werden und der Bau einer Zentralküche an einem neutralen Standort der Stadt. Die Amtsleiterin geht davon aus, dass die Preise in jedem Fall steigen. Derzeit kostet ein Essen im Durchschnitt 3,25 Euro, die Eltern zahlen für Hort- und Schulkinder 1,96 Euro, für Krippen- 1,50 für Kitakinder 1,74 Euro. Die Differenz kommt aus dem Stadtsäckel.

„Wir werden Baukosten und Personalbedarf auflisten und noch sehen, welche Betriebsform sich eignet, um dann alle Ergebnisse der Politik vorzustellen. „Eine Entscheidung, ob zentrale oder dezentrale Versorgung wäre 2017 wichtig.“

Von Heike Bergt

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