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Oberhavel L 213 bleibt vorerst Löcherstreifen
Lokales Oberhavel L 213 bleibt vorerst Löcherstreifen
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00:34 02.08.2015
Die L 213 wird dieses Jahr doch nicht saniert. Quelle: Foto: Cindy Lüderitz
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Freienhagen

Die für den Spätsommer geplante Deckensanierung der Landesstraße 213 zwischen Neuholland und Freienhagen ist abgesagt. Die Baumaßnahme muss wegen zu hoher Kosten verschoben werden. Das bestätigte die Sprecherin des Landesbetriebs Straßenwesen, Cornelia Mitschka, auf Nachfrage der MAZ. Nach einer Preiskalkulation der Behörde hätte die Erneuerung der kaputten Fahrbahn auf dem wenige Kilometer langen Abschnitt mehr als eine Million Euro gekostet – „Geld, das in diesem Jahr nicht zu Verfügung steht“, so Mitschka.

Ob die Reparatur im nächsten Jahr realisiert werden kann, sei noch unklar. „Die Straße war ursprünglich für 2019 geplant, ist dann in das Bauprogramm bis 2018 gerutscht. Wir hoffen nun auf 2016“, so Mitschka. Die Vergabeunterlagen seien bereits vorbereitet gewesen, die Maßnahme stand kurz vor der Ausschreibung. Dass ein Projekt dennoch von der Liste fällt, sei kein Einzelfall. Für den Bereich Straßensanierung stünden schlicht zu wenig Gelder zur Verfügung.

Für den Abschnitt zwischen Freienhagen und Neuholland gilt aufgrund der massiven Schäden bereits seit längerem ein Tempolimit, zeitweilig war die Straße nur für 20 Stundenkilometer freigegeben. Unverständnis hat die Absage in der Region ausgelöst. „Wir hatten die Zusage. Und dann kommt eine Mail mit zwei Zeilen, dass die Maßnahme aufgrund von Mittelkürzungen gestrichen ist. Das ist ärgerlich“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Löwenberger Land, Bernd-Christian Schneck. In Vorbereitung auf den baldigen Baustart waren bereits Absprachen mit dem Landkreis sowie mit den Verkehrsbetrieben getroffen worden. Diese Arbeit sei nun umsonst. Wer um den Zustand der Straße wisse, komme nicht an der Erkenntnis vorbei, dass dort schnell etwas passieren müsse. „Die Straße ist indiskutabel“, so Schneck. Er forderte vom Land eine verbindliche Zusage, wann die Deckenerneuerung realisiert werden kann. Die L 213 sei eine wichtige Verbindung zur B 96 in Nassenheide und dementsprechend frequentiert.

Auch im Liebenwalder Rathaus ist man sauer. „Wer jeden Tag die Straße fahren muss, hat ein hartes Brot“, sagt Martina Schnur, stellvertretende Bürgermeisterin. „Ich verstehe jeden, der sich darüber aufregt.“ Ihres Wissens sei der Ausbau in 2016 in Aussicht gestellt. „Das glaube ich aber erst, wenn unser Bürgermeister zum Spatenstich eingeladen wird.“ Immer mehr Autofahrer umfahren die L 213 und benutzen die Eismeerstraße. „Das geht zulasten unserer kommunalen Straßen.“

Von Cindy Lüderitz

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