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Oberhavel Lage in Leegebruch entspannt sich
Lokales Oberhavel Lage in Leegebruch entspannt sich
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20:00 04.07.2017
Am Backofenberg beseitigen Anwohner Hochwasserschäden. Quelle: Foto: Gawande
Leegebruch

Langsam kehrt in Leegebruch wieder etwas Ruhe ein. Die Wasserpegel sinken und auch in der noch am Sonntag stark überfluteten Straße „Am Backofenberg“, ist der Straßenverlauf wieder zu erkennen. Anwohner Bernd Friem verrät, dass man erst am späten Sonntagabend begonnen habe, das Wasser, das kniehoch in der Straße stand, auf die nahe Festwiese abzupumpen.

Überall im Ort laufen jedoch weiter die Pumpen, mit denen die Anwohner ihre vollgelaufenen Keller leer pumpen. Ebenso wird in Velten gepumpt, wo das Technische Hilfswerk (THW) weiterhin mit Höchstleistung drei Millionen Liter Wasser pro Stunde aus dem Bereich südlich von Leegebruch in das Veltener Hafenbecken befördert. Albrecht Broemme, Präsident des THW, überzeugte sich gestern gemeinsam mit dem stellvertretenden Landrat Egmont Hamelow von der Lage. „Alles läuft auf Optimum“, erklärt Hamelow zufrieden. Zusätzlich seien vom Wasser- und Bodenverband die Gräben entkrautet und die Sohle vertieft worden, so Hamelow weiter, wodurch sich die Fließgeschwindigkeit im Moorgraben deutlich erhöht habe.

50 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW seien aktuell noch in Wechselschichten im Einsatz. So konnte bereits auf der Birkenallee die Pumparbeiten eingestellt werden, berichtet Leegebruchs Bauamtsleiter Norman Kabuß. Am Donnerstag erwartet er einen Gutachter, der den Zustand der Straße untersuchen und auf Ausspülungen überprüfen soll. Erst nach dessen OK könne die Straße wieder komplett für den Verkehr und auch für Linienbusse freigegeben werden.

Dafür beginnt heute um 8 Uhr wieder der Unterricht für die Leegebrucher Grundschüler. In der Schule gebe es jedoch noch keine funktionierende Abwasserentsorgung, informierte Kabuß, doch mit 22 Dixiklos sei die Hygiene gesichert. Ab Donnerstag soll der Unterricht wieder nach Stundenplan erfolgen.

Auch der Hort und die Kitas Sonnenschein und Wirbelwind haben ab heute wieder zu den normalen Zeiten geöffnet. Zwar funktioniere das Abwasser in der Dorfstraße, so Kabuß, doch zur Sicherheit habe man zusätzliche Dixiklos aufgestellt. Die Kinder der Kita Rasselbande werden aufgeteilt, wobei die Kleinen in der Einrichtung und die Großen in Räumen der Asylbewerberunterkunft in Bärenklau von 6 bis 17 Uhr betreut werden.

Alle Haushalte sind wieder an die Stromversorgung angeschlossen. Für diejenigen, die kein Abwasser haben, verkehrt weiter der Busshuttle nach Borgsdorf zum Duschen und Wäschewaschen. Für Familien und ältere Leegebrucher, die nicht in der Lage sind, die Dixiklos zu benutzen, spendete Ronald Schröder, Leiter des Veltener Hornbach-Baumarktes, 30 tragbare Toiletten, die er gestern in Leegebruch verteilte.

Von Ulrike Gawande

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