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Landkreis ändert Unterbringungskonzept noch nicht

Sinkende Asylbewerberzahlen in Oberhavel Landkreis ändert Unterbringungskonzept noch nicht

Auf das monatliche Niveau vom September des vergangenen Jahres ist die Zahl der in Oberhavel ankommenden Asylbewerber gesunken. Wie Kreissprecher Ronny Wappler mitteilt, waren es jetzt im März 200 Menschen. Zum Vergleich: Die meisten Asylbewerber, nämlich 438, kamen im November 2015 in Oberhavel an.

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Im Dezember 2015 wurde der Kreistagssaal in Oranienburg zur Notunterkunft für Flüchtlinge umgebaut.

Quelle: Marion Bergsdorf

Oberhavel. Auf das monatliche Niveau vom September des vergangenen Jahres ist die Zahl der in Oberhavel ankommenden Asylbewerber gesunken. Wie Kreissprecher Ronny Wappler mitteilt, waren es jetzt im März 200 Menschen. Zum Vergleich: Die meisten Asylbewerber, nämlich 438, kamen im November 2015 in Oberhavel an.

Trotzdem hält der Landkreis an seiner bisherigen Unterbringungskonzeption fest. Danach bringt er Asylbewerber in Wohnungen, Gemeinschaftsunterkünften und wenn notwendig in Notunterkünften unter. Ziel ist die vorrangige Unterbringung in Wohnungen. Der Anteil der Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften überwiegt derzeit aber, weil der aktuelle Wohnungsmarkt im Landkreis einfach zu wenige Angebote bereithält. Der Landkreis möchte möglichst dezentrale Wohnformen ermöglichen. Dazu sollen Bauvorhaben künftig verstärkt der Errichtung von Wohnungsverbünden dienen. Es handelt sich hierbei um kleinere Wohngruppen innerhalb eines angemieteten oder neu errichteten Gebäudes, die durch einen Sozialarbeiter begleitet und betreut werden. Diese Plätze können mittelfristig in regulären Wohnraum umgewandelt werden und stehen danach dem freien Wohnungsmarkt zur Verfügung.

Die Notunterkunft im Kreistagssaal ist seit der vergangenen Woche nicht mehr im Betrieb und dient konzeptionell zur kurzfristigen Absicherung von Aufnahmespitzen. Die Turnhalle in Lehnitz wird aktuell ebenfalls nicht genutzt. Die Häuser 16,17 und 18 auf dem ehemaligen Kasernengelände werden weiterhin benötigt, bis ausreichend Kapazitäten in alternativen Wohnformen vorhanden sind. Gegenwärtig nutzt der Landkreis frei werdende Kapazitäten in den bestehenden Einrichtungen „sukzessiv zur Entzerrung“, sagt Ronny Wappler. Das bedeutet, es können wieder Gemeinschaftsräume und auch Spielzimmer für die Kinder eingerichtet werden.

Da derzeit noch keine offizielle Prognose des Landes Brandenburg oder der Bundesrepublik vorliege, ist laut Aussage von Ronny Wappler eine eigene Prognose des Landkreises Oberhavel für 2017 aktuell noch nicht möglich.

Von Marion Bergsdorf

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