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Oberhavel Landkreis sieht keinen Bedarf für Oberschule
Lokales Oberhavel Landkreis sieht keinen Bedarf für Oberschule
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07:10 26.08.2017
Die Grundschule Bötzow hat steigende Schülerzahlen. Mandy Krenz aus Bötzow hat den Infoabend organisiert, Bürgermeister Peter Leys (BfO) kam auch vorbei. Quelle: Robert Tiesler
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Oberkrämer

In der Gemeinde Oberkrämer gibt es immer mehr Kinder. Eltern an den beiden Grundschulen im Ort machen sich nun große Sorgen, dass für den Nachwuchs in einigen Jahren nicht mehr genügend Plätze an den Oberschulen in Hennigsdorf und Velten zur Verfügung stehen. Sie fordern eine eigene Oberschule für Oberkrämer.

Eine erste Infoveranstaltung dazu fand am Donnerstagabend im Gemeindezentrum in Bötzow statt. „Ob in Bötzow oder Marwitz, der Zuwachs ist groß“, sagte Mandy Krenz, Mitglied des Elternrates an der Grundschule Bötzow. Sie hatte zu der offenen Runde eingeladen. Sie wies auf die neuen Wohngebiete hin, die derzeit und demnächst in Marwitz, Bötzow und Schwante entstehen. Es sei nicht hinnehmbar, dass Kinder vor allem aus Bötzow und Marwitz bis nach Mühlenbeck, Löwenberg oder Kremmen fahren müssten, um eine Oberschule besuchen zu können. In der vergangenen Woche wandten sich die Eltern in der Angelegenheit an das staatliche Schulamt in Neuruppin.

„Der Brief war keine schlechte Aktion, um die Leute wachzurütteln“, sagte Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO). Nach seinen Angaben könne die Gemeinde ein Grundstück nahe der Nashorn-Grundschule im Ortsteil Vehlefanz zur Verfügung stellen – allerdings entscheide nicht die Gemeinde über eine Eröffnung einer neuen Oberschule, sondern der Landkreis. „Wir müssen aber deutlich auf die Situation aufmerksam machen“, so Leys weiter. Das Problem sei, dass der Landkreis von Entwicklungszahlen ausgehe, die nicht realistisch seien. „Das Berliner Umland entwickelt sich anders als vorhergesagt.“ Das sei auch am Kitabedarfsplan in Oberkrämer zu sehen – auch dort hätten sich die realen Zahlen ganz anders entwickelt als prognostiziert. „Es wird Gespräche mit dem Landkreis geben müssen.“

Nicht nur der Elternrat in Bötzow setzt sich für eine neue Oberschule ein. Unterstützung gibt es von der Vehlefanzer Nashorn-Grundschule. „Wir haben die Notwendigkeit auch erkannt“, sagte Sven Geitmann bei dem Treffen am Donnerstagabend. Er ist Mitglied im dortigen Elternbeirat und Sprecher des Schulfördervereins. „Wir müssen Druck aufbauen und uns lautstark zu Wort melden.“ Danilo Fischbach aus Schwante, Sprecher der Bundeselternvertretung, regte an, die Kreistagsabgeordneten aus Oberkrämer mit ins Boot zu holen. Auch der Hennigsdorfer SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Günther, der im dortigen Bildungsausschuss sitzt, müsse angesprochen werden.

Die Grundschule Bötzow – auch sie hat steigende Schülerzahlen. Quelle: Robert Tiesler

Ronny Wappler, der Sprecher der Kreisverwaltung, verweist auf den Schulentwicklungsplan vom Dezember 2016. „Dem lässt sich entnehmen, dass die teilweise steigenden Bedarfe an weiterführenden allgemein bildenden Schulen in den nächsten Jahren im Rahmen von Kapazitätserweiterung an bestehenden Schulen gedeckt werden können“, teilte er am Freitag mit. Kinder aus den Grundschulen in Bötzow und Vehlefanz würden „ab der Jahrgangsstufe 7 die weiterführenden Schulen in Hennigsdorf, Velten, Kremmen, Oranienburg, Birkenwerder und Mühlenbeck“ besuchen. Die dem Schulentwicklungsplan zugrunde liegenden Zahlen lassen aus Sicht der Kreisverwaltung nicht die Schlussfolgerung zu, die eine Eröffnung einer Oberschule begründen würde. „Denn bei der Errichtung von Schulen muss die Mindestzügigkeit für wenigstens fünf Jahre ab der Eröffnung gesichert sein.“ Oberschulen müssten mindestens zweizügig sein, der Richtwert liege bei 25 Schülerinnen und Schüler je Klasse.

Die Elternräte in Bötzow und Vehlefanz wollen nun gemeinsam beraten, wie es weitergehen soll. Sven Geitmann schlug vor, in drei Monaten wieder eine offene Gesprächsrunde für alle zu veranstalten. „Dann sollten wir überlegen, eine Bürgerinitiative zu gründen.“ Rückhalt in der Gemeindevertretung scheint es auch zu geben. „Wir ziehen an einem Strang“, sagte Dietmar Schünemann (SPD).

Von Robert Tiesler

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