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Oberhavel Landrat fordert schnelle Reaktivierung der Stammstrecke
Lokales Oberhavel Landrat fordert schnelle Reaktivierung der Stammstrecke
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00:41 29.04.2018
Die Niederbarnimer Eisenbahn betreibt die Heidekrautbahn mit modernen.Zügen. Quelle: Christian Schmettow
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Oberhavel

Oberhavel-Landrat Ludger Weskamp (SPD) unterstützt die möglichst schnelle Reaktivierung der Stammstrecke der Heidekrautbahn über Wensickendorf, Mühlenbeck und Schildow nach Berlin-Gesundbrunnen. Das verdeutlichte er am Donnerstag während einer parlamentarischen Veranstaltung in Potsdam:

Hauptstadtregion wächst im Noden am stärksten

„Nördlich von Berlin wächst die Hauptstadtregion am stärksten. Die Sicherung der Mobilität in diesem Bereich und im wachsenden Berliner Umland ist in den kommenden Jahren eine der größten Herausforderungen für die Länder Berlin und Brandenburg sowie die an Berlin grenzenden Landkreise. Im Rahmen des Infrastrukturprojekts 2030 ist es das Vorhaben, dass mit relativ geringem Aufwand an Planung und Kosten kurzfristig umgesetzt werden kann“, so Weskamp.

Oberhavel kämpft mehr als 20 Jahre für die Stammstrecke

Die Wiederinbetriebnahme der Stammstrecke der Heidekrautbahn ist seit mehr als 20 Jahren ein wesentliches Entwicklungsziel des Landkreises Oberhavel. Die Heidekrautbahn ist in der Region mit der größten Bevölkerungszunahme in den kommenden Jahren eine wichtige radiale Eisenbahnverbindung zwischen Berlin und Brandenburg und kann durch die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs über die Stammstrecke wesentlich zu einer umweltfreundlichen Mobilitätssicherung beitragen. „Die damit verbundene direkte Anbindung der Brandenburger Nachbargemeinden von Schönwalde (Kreis Havelland) über Mühlenbeck, Schildow und Berlin-Wilhelmsruh an das Berliner Zentrum könnte dazu beitragen, das hochbelastete Straßennetz deutlich vom Autoverkehr zu entlasten. Zugleich würde die Aufnahme des Regionalbahnverkehrs über die Stammstrecke den Raum als attraktiven naturverbundenen Wohnstandort stärken und zu einem weiteren Entwicklungsschub in der Region führen“, so Weskamp.

Kreistag stellt 15 Millionen Euro zur Verfügung

Auch der Kreistag des Landkreises Oberhavel hält es für erforderlich und dringend geboten, das Schienennetz im Landkreis Oberhavel zur Sicherung einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Mobilität für den Bahnverkehr schrittweise weiter auszubauen. Zur Vorfinanzierung notwendiger Planungen und Investitionen stellt der Kreistag hierfür notwendige Mittel von bis zu 15 Millionen Euro zur Verfügung. „Als Landrat wurde ich vom Kreistag beauftragt, auf die möglichst zeitnahe Realisierung unserer Entwicklungsziele für den Landkreis hinzuwirken. Zur Beteiligung an einem Planungsverfahren zur Heidekrautbahn wurden im Rahmen des Haushaltes 2018 zusätzliche finanzielle Mittel zur Verbesserung der regionalen Infrastruktur bereitgestellt“, so Ludger Weskamp.

Lob für die Niederbarnimer Eisenbahn

Ausdrücklich lobt er die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) AG, die auch ohne die Unterstützung der beiden Länder Berlin und Brandenburg in den vergangenen 20 Jahren erhebliche Anstrengungen in Hinblick auf eine Wiederinbetriebnahme der Stammstrecke unternommen hat – etwa durch eine Machbarkeitsstudie zum Lückenschluss, der Planfeststellung Bahnhof Berlin-Wilhelmsruh sowie durch die Erneuerung eines Brückenbauwerks.

Klares Bekenntnis von Berlin und Brandenburg gefordert

Das mit Beschluss der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt vom 30. Dezember 2010 für die NEB bestehende Baurecht zur Errichtung eines neuen Haltepunktes Wilhelmsruh auf dem Niveau des Bahndamms der Nordbahn an der Kopenhagener Straße in Berlin-Pankow sollte laut Weskamp genutzt werden, um in einem ersten Schritt die Anbindung an die Nordbahn herzustellen und die Stammstrecke für den Personenverkehr zu ertüchtigen. „Grundvoraussetzung ist jedoch ein klares Bekenntnis von Berlin und Brandenburg zur zukünftigen Bestellung von Beförderungsleistungen auf dieser zusätzlichen Bahnstrecke der Heidekrautbahn. Deshalb habe ich Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) und Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) zu einer gemeinsamen Beratung mit dem NEB-Geschäftsführer Detlef Bröcker und der Geschäftsführerin des VBB, Susanne Henckel, nach Oberhavel eingeladen, um Unterstützungspotentiale auszuloten und nächste Schritte abzustimmen“, informiert Weskamp.

Über die Heidekrautbahn

Die Bahnlinie verbindet Berlin mit nördlichen Umlandgemeinden, wie Schönerlinde, Basdorf, Wandlitzsee, Klosterfelde (alle Kreis Barnim) und Wensickendorf. Ihren Berliner Endhaltepunkt hat sie derzeit auf dem S-Bahnhof in Karow. Die Bahnlinie gehört zu den ältesten Kleinbahnen Deutschlands. Gegründet wurde die NEB bereits im Jahre 1900. Weil sie von vielen Berlinern für den Ausflugsverkehr genutzt wurde, erhielt sie im Volksmund den Spitznamen „Heidekrautbahn“. Seit Jahren plant sie, ihr Streckennetz von Basdorf bis nach Wilhelmsruh zu reaktivieren. Außerdem möchte die NEB ihre Züge bis nach Gesundbrunnen weiter fahren lassen.

Von MAZonline

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