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Oberhavel Landrat informierte über Marwitzer Asylheim
Lokales Oberhavel Landrat informierte über Marwitzer Asylheim
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21:30 24.02.2016
Landrat Weskamp (stehend) sprach in Vehlefanz. Quelle: Robert Tiesler
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Oberkrämer

Der Andrang war groß. Fast 400 Menschen kamen am Dienstagabend in die Turnhalle der Vehlefanzer Nashorn-Grundschule zur Infoveranstaltung des Landkreises zum geplanten Asylbewerberheim in Marwitz. In den umliegenden Wohngebieten in Vehlefanz führte das vorher zu einem kleinen Verkehrschaos, da direkt an der Halle zu wenige Parkplätze zu Verfügung standen.

Landrat Ludger Weskamp (SPD) informierte die Gäste aus Oberkrämer und Velten darüber, dass das geplante Heim an der Lindenstraße im Oktober 2016 eröffnet werden soll. Es entsteht auf dem Gelände des ehemaligen Penny-Marktes direkt an der Grenze zu Velten. Baurechtlich dürften dann bis zu 148 Menschen dort leben. Eine Zahl, die aber nicht von Anfang an erreicht werden solle.

Die Gebäude soll in Modulbauweise errichtet werden, geplant sind drei Häuser mit je zwei Stockwerken. Die Kosten liegen, laut Ludger Weskamp bei 20 000 Euro pro künftigem Bewohner, das wären 2,96 Millionen Euro. Weskamp betonte aber auch, dass es in anderen Bereichen keine Kürzungen gebe. „Es ist noch nie so viel Geld geflossen in Bildung und für Kinder“, so Weskamp am Dienstagabend.

Kritische Fragen an den Landrat

Viele Anwesende nutzten in Vehlefanz die Chance, Fragen zu stellen und Kritik zu üben. So wollte eine Marwitzerin wissen, warum erst so kurzfristig auf die Veranstaltung hingewiesen worden sei. Nur durch Zufall habe sie aus der Zeitung davon erfahren. Stattdessen seien aber schon Tage vorher Flyer verteilt worden (MAZ berichtete) – mit dem Absender „besorgte Bürger aus Oberkrämer“. Ludger Weskamp versprach, dass das bei künftigen Informationsveranstaltungen anders laufe und gestand an dieser Stelle einen Fehler ein.

Weiterhin wollte die Marwitzerin wissen, warum denn bislang in Velten noch keine Asylunterkunft geplant sei – darauf gab es am Dienstagabend allerdings keine Antwort.

Eine Frau aus Bärenklau betonte, es sei richtig, Menschen die aus Kriegsgebieten kommen, hierzulande aufzunehmen. Sie beklagte allerdings, dass es zu wenige Infos gebe. Sie erzählte, dass sie in Sorge sei, wenn sie mit dem Rad von Bärenklau nach Leegebruch unterwegs sei und ihr 25 junge Männer entgegenkämen, die ihr keinen Platz machen. Eine Veltenerin versuchte daraufhin, ihr die Angst zu nehmen. Sie halte sich oft im Bärenklauer Heim auf, dort habe sie noch nie Angst gehabt.

Unmut über fehlenden Vertreter des Schulamtes

Andere Fragen drehen sich um die Sicherheit für Frauen und Kinder um Umfeld der Heime. Mario Bergel von der Polizei in Oberhavel sagte, es gebe unter den Flüchtlingen eine nur geringe Kriminalitätsquote. Einbrecher, die bandenmäßig unterwegs seien, seien, so Bergel, „nichtdeutsche Verdächtige“. In Teilen des Publikums herrschte darüber Unglaube, einige riefen laut dazwischen. Einige Gäste warfen der Kreisverwaltung und der Polizei vor, die Wahrheit zu beschönigen und Informationen zurückzuhalten, Landrat Weskamp und Polizist Bergel wiesen das zurück.

Für Unmut sorgte auch, dass der Vertreter des Schulamtes an diesem Abend unentschuldigt fehlte und schlicht nicht auftauchte. Auch im Podium wusste niemand, wo er blieb.

Von Robert Tiesler

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