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Oberhavel Lange Leitung beim schnellen Internet
Lokales Oberhavel Lange Leitung beim schnellen Internet
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00:45 23.08.2014
Glasfaserleitungen: bunte Kabel für mehr Leistung. Quelle: Julian Stratenschulte
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Glienicke

Bürgermeister Hans Günther Oberlack (FDP) fürchtet um den Wettbewerb in Glienicke. Zu langsame Internetverbindungen hemmten die Entwicklung. „Wir haben Bürger, die aus Berlin hergezogen sind und glauben, sie sind in der Walachei“, sagt Oberlack. Wer noch keine Breitbandversorgung hat, kann beispielsweise nicht auf zwei Computern im Haushalt gleichzeitig Filme gucken. Ruckelfreie Bilder sind auch nicht garantiert. Beim Seitenaufbau braucht man oft viel Geduld. Das ist in anderen Gemeinden des Berliner Umlandes ähnlich.

246 Menschen in Glienicke haben einen Bedarf an schnellem Internet angemeldet. Im Mühlenbecker Land sind es 314. Im Breitbandatlas Brandenburg zählen sie zu den Gemeinden mit den meisten Bedarfsmeldungen. Kreisweit gibt es 810 Meldungen – der viert höchste Wert im Land. Insgesamt haben mehr als 10.000 Menschen in Brandenburg noch Bedarf nach schnellem Internet.

Die Landesregierung habe sich beim Breitbandkabelausbau auf den berlinfernen Raum konzentriert, sagt Oberlack. Tatsächlich finden sich in der Liste mit den meisten Bedarfsmeldungen neben Zehdenick (88 Meldungen) vor allem Gemeinden aus dem Berliner Umland, darunter sogar Potsdam.

Bei der Verteilung von EU-Fördermitteln kamen die Gemeinden Glienicke und Mühlenbecker Land vor zwei Jahren nicht zum Zug. Dafür sorgt inzwischen eine private Firma für schnelle Internetverbindungen durch Glasfaserkabel, die über Summt, Mühlenbeck und Schönfließ bis nach Glienicke verlegt wurden. Neben Mühlenbeck sei damit auch der Westteil Glienickes bestens versorgt, so Oberlack. Noch in diesem Herbst sollen Einwohner das schnelle Internet bestellen können.

50 Megabit pro Sekunde

54 Millionen Euro will die Landesregierung in den Internetausbau in den Regionen Prignitz-Oberhavel, Uckermark-Barnim und Oderland-Spree investieren. Schon im September sollen erste Anschlüsse übergeben werden.Der Ausbau im Norden soll bis Ende März 2015 abgeschlossen sein.

Die Bundesregierung hat am Mittwoch mit ihrer „Digitalen Agenda“ angekündigt, dass bis 2018 in Deutschland flächendeckend Internetzugänge mit 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen sollen. Derzeit verfügen 60 Prozent der deutschen Haushalte über diese Leistungsmenge.

Davon profitieren sollen neben Privathaushalten vor allem Unternehmen. Gerade Dienstleistungs- und Ingenieurfirmen  bräuchten leistungsstarke Leitungen, um große Datenmengen versenden zu können, sagt IHK-Regionalcenterleiter Wolfgang Spieß. Die Leistungsfähigkeit des Internets werde bei Ansiedlungen stets nachgefragt und sei damit ein entscheidender Standortfaktor.

Von Klaus D. Grote

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