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Oberhavel Langläufer erinnern an Marienetta Jirkowsky
Lokales Oberhavel Langläufer erinnern an Marienetta Jirkowsky
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02:15 03.08.2015
Hajo Palm (l.) und Bürgermeister Hartung. Quelle: Foto: Stadtverwaltung Hohen Neuendorf
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Hohen Neuendorf

Das Andenken an die 18-jährige Marienetta Jirkowski, die im Jahr 1980 bei einem Fluchtversuch in Hohen Neuendorf tödlich angeschossen wurde, steht im Mittelpunkt des diesjährigen Mauerweglaufs am 15. und 16. August. Bereits zum vierten Mal organisiert der Berliner Verein LG Mauerweg Berlin diesen Erinnerungslauf. Mit jedem Meter, den die Männer und Frauen auf der 160,9 Kilometer langen Strecke zurücklegen, gedenken sie der Teilung Berlins und der Opfer, die zwischen 1961 und 1989 an der deutsch-deutschen Grenze ihr Leben lassen mussten.

Bewegender Augenblick im sportlichen Geschehen

„In jedem Jahr widmen wir den Lauf einem anderen Maueropfer“, sagt Cheforganisator Hajo Palm. So legten die Sportler im vergangenen Jahr am Peter-Fechter-Mahnmal in der Zimmerstraße rote Rosen nieder. „Inmitten des sportlichen Geschehens war das ein besonders bewegender Augenblick“, so Palm, der die vorangegangenen Mauerwegläufe als aktiver Teilnehmer bestritt.

Marienetta Jirkowsky hatte am 22. November 1980 versucht, die Grenzanlage in Hohen Neuendorf zu überwinden. Sie wurde angeschossen und erlag wenige Stunden später im Hennigsdorfer Krankenhaus ihren Verletzungen. In Hohen Neuendorf erinnern heute ein nach Marienetta Jirkowsky benannter Kreisverkehr und eine Gedenkstele der Stiftung Berliner Mauer in der Florastraße an die junge Frau.

Jeder Laufteilnehmer kann eine Botschaft verfassen

In der Stadtverwaltung wurde der Vorschlag Palms nach einer besonderen Form der Ehrung aufgegriffen. Die Idee: Die rund 650 Laufteilnehmer erhalten ein visitenkartengroßes Kärtchen, auf dem sie im Vorfeld ihre Botschaften festhalten können. An Kilometer 24,5 – der Gedenkstele in der Florastraße – können Sie das Kärtchen abgeben. „Die Pinnwände sollen zunächst bei der Siegerehrung im Ramada-Hotel am Alexanderplatz ausgestellt werden“, sagt Susanne Kübler von der Stadtverwaltung. „Anschließend werden wir die Gedenkkärtchen in ein Fotobuch kleben und bei der offiziellen Gedenkveranstaltung der Stadt zum 35. Todestag von Marienetta Jirkowsky im November auslegen.“ Zusätzlich werden am 15. August um 9.30 Uhr Blumen niedergelegt. Alle Einwohner seien dazu eingeladen.

An die Läuferinnen und Läufer hat Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung einen besonderen Wunsch: „Bitte lassen Sie uns wissen, an welchen Stellen der Mauerweg im Stadtgebiet möglicherweise schlecht zu laufen ist. Wir kümmern uns dann darum!“

Von Susanne Kübler

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