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Langzeitproblem Sandstraßen in Süd

Oranienburg Langzeitproblem Sandstraßen in Süd

Norbert Garbas wohnt seit 25 Jahren in Oranienburg-Süd. Statt jedes Jahr viel Geld aus dem Haushalt fürs Glattschieben der größten Buckelpisten auszugeben, schlägt er am Lesertelefon vor, lieber wenige Straßen Jahr für Jahr mit einer Asphaltdecke zu versehen.

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Nach dem Schneefall am Sonntag stehen die Löcher auf den Straßen voller Wasser.

Quelle: Heike Bergt

Oranienburg. Norbert Garbas kennt die tiefsten Löcher in seinem Wohngebiet aus dem Effeff und umkurvt sie mit Vorsicht: „Ich wohne seit 25 Jahren in Süd, vielleicht erlebe ich es noch, dass wir hier mal eine Straße bekommen“, sagt der Oranienburger bei einer Straßenführung.

Norbert Garbas ist in der Griegstraße zu Hause. Gleich nebenan „in der Flotowstraße ist vor wenigen Tagen erst die Straßendecke glatt geschoben worden.“ Am Montag war davon kaum etwas zu sehen. Überall stand Wasser in den Dellen.

In der Johann-Strauß-Straße sieht es ähnlich aus: „Die Schulkinder kann man doch hier gar nicht langschicken“, findet Norbert Garbas. Kein anderes Bild in der Mozartstraße: „Hier ist erst im Herbst letzten Jahres glattgeschoben worden, die Löcher sind tiefer denn je.“ Nächster Stopp an der Weberstraße: „Hier wohnt ein Mann, der auf den Rollstuhl angewiesen ist. Der Straßenzustand ist eine Katastrophe für ihn.“ Auch in der Leharstraße gibt es viele wassergefüllte Löcher auf der Fahrbahn. In der Mendelssohn Straße „schüttet bereits ein Anwohner verzweifelt Granulat in die größten Löcher. Das kann keine Lösung sein.“

Die Stadt gibt jedes Jahr rund 300 000 Euro für das Glattschieben von Sandstraße in der Stadt aus – als Notreparatur. Das hält Norbert Garbas für rausgeworfenen Geld. Er fände es besser, „jedes Jahr ein paar Straßen dafür mit einer dünnen Asphaltdeckschicht zu überziehen. Wir wünschen uns so etwas wie in der Beethoven Straße. Da ist dann mal 20 Jahre Ruhe und das Geld richtig angelegt“, findet der Oranienburger. Und auch das Aufbringen von Recycling sein nicht ideal: „Durch Nägel fährt man sich die Reifen kaputt.“ Gerade in Süd werde immer weiter verdichtet, entstehen neue Häuser, kommen immer mehr Menschen und Autos hinzu. Es müsse auch an den Straßenausbau gedacht werden, fordert Norbert Garbas.

Von Heike Bergt

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