Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Oberhavel Langzeitproblem Sandstraßen in Süd
Lokales Oberhavel Langzeitproblem Sandstraßen in Süd
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:20 14.12.2017
Nach dem Schneefall am Sonntag stehen die Löcher auf den Straßen voller Wasser. Quelle: Heike Bergt
Anzeige
Oranienburg

Norbert Garbas kennt die tiefsten Löcher in seinem Wohngebiet aus dem Effeff und umkurvt sie mit Vorsicht: „Ich wohne seit 25 Jahren in Süd, vielleicht erlebe ich es noch, dass wir hier mal eine Straße bekommen“, sagt der Oranienburger bei einer Straßenführung.

Norbert Garbas ist in der Griegstraße zu Hause. Gleich nebenan „in der Flotowstraße ist vor wenigen Tagen erst die Straßendecke glatt geschoben worden.“ Am Montag war davon kaum etwas zu sehen. Überall stand Wasser in den Dellen.

In der Johann-Strauß-Straße sieht es ähnlich aus: „Die Schulkinder kann man doch hier gar nicht langschicken“, findet Norbert Garbas. Kein anderes Bild in der Mozartstraße: „Hier ist erst im Herbst letzten Jahres glattgeschoben worden, die Löcher sind tiefer denn je.“ Nächster Stopp an der Weberstraße: „Hier wohnt ein Mann, der auf den Rollstuhl angewiesen ist. Der Straßenzustand ist eine Katastrophe für ihn.“ Auch in der Leharstraße gibt es viele wassergefüllte Löcher auf der Fahrbahn. In der Mendelssohn Straße „schüttet bereits ein Anwohner verzweifelt Granulat in die größten Löcher. Das kann keine Lösung sein.“

Die Stadt gibt jedes Jahr rund 300 000 Euro für das Glattschieben von Sandstraße in der Stadt aus – als Notreparatur. Das hält Norbert Garbas für rausgeworfenen Geld. Er fände es besser, „jedes Jahr ein paar Straßen dafür mit einer dünnen Asphaltdeckschicht zu überziehen. Wir wünschen uns so etwas wie in der Beethoven Straße. Da ist dann mal 20 Jahre Ruhe und das Geld richtig angelegt“, findet der Oranienburger. Und auch das Aufbringen von Recycling sein nicht ideal: „Durch Nägel fährt man sich die Reifen kaputt.“ Gerade in Süd werde immer weiter verdichtet, entstehen neue Häuser, kommen immer mehr Menschen und Autos hinzu. Es müsse auch an den Straßenausbau gedacht werden, fordert Norbert Garbas.

Von Heike Bergt

Ein aufmerksamer Fußgänger verhinderte in der Nacht zu Montag in Hohen Neuendorf Schlimmeres, als er eine 75-jährige Seniorin kurz nach 2 Uhr auf der Straße herumirren sah.

11.12.2017

Eine 22-jährige Frau sorgte für einen erheblichen Polizeieinsatz, als sie zunächst ins Haus ihres ehemaligen Lebensgefährten einsteigen wollte, anschließend eine Zeugin verletzte und auf dem Heimweg dann noch Fahrräder beschädigte.

11.12.2017

Noch immer ist die Leegebrucher Birkenallee nach den Starkregenfällen gesperrt. Die Verwaltung hat sich nun an den Hohen Neuendorfer Bürgermeister Steffen Apelt gewendet, damit das Wasser künftig besser abfließen kann. Auch weitere Maßnahmen sind geplant, damit das Wasser aus Leegebruch verschwindet.

13.12.2017
Anzeige