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Lebendiger Sachkundeunterricht

Leegebruch Lebendiger Sachkundeunterricht

Kurz nach Ostern brachte Kleintierzüchter Eckhard Hübner einen Brutapparat in die Lehnitzer Grundschule, in dem 15 Eier von Bielefelder Zwergkennhühnern, lagen, die dann im Beisein der Schüler aus den Eiern schlüpften. Am Freitag sahen die Schüler in Leegebruch, dass aus ihren Küken stolze Hähne und Hühner geworden waren.

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Eckhard Hübner mit den Lehnitzer Schülern und einem in der Schule geschlüpften Hahn.

Quelle: Foto: ulrike Gawande

Leegebruch. „Ich frage mich:Wie kommt ein Küken in ein Ei?“, fragt Antonio (/) aus Lehnitz neugierig. Dass aber aus einem Ei ein stolzer Hahn werden kann, davon konnte er sich gestern im Kleintierzüchterverein D341 in Leegebruch mit eigenen Augen überzeugen. Vor einem halben Jahr, kurz nach Ostern, hatte Kleintierzüchter Eckhard Hübner einen Brutapparat in die Lehnitzer Grundschule Friedrich-Wolf gebracht, in dem 15 Eier von Bielefelder Zwergkennhühnern, lagen, die dann unter Beobachtung der damaligen Erstklässler aus ihren Eiern schlüpften. Antonio war einer von ihnen. „Das Schlüpfen eines Kükens habe ich vorher noch nie gesehen“, berichtet Lucy, die wie ihre 24 Klassenkameraden mittlerweile in die zweite Klasse geht. Gemeinsam waren die Schüler gestern nach Leegebruch gekommen, um zu sehen, wie sich die Küken entwickelt haben.„Die Küken waren viel süßer“, so das deutliche Urteil der siebenjährigen Lehnitzerin.

Sie erinnert sich aber daran, dass man schon bei den Küken nach dem Schlupf erkennen konnte, ob es einmal ein Hahn oder ein Huhn werden wird. „Die Hühnerküken waren braun und die Hähne gelb.“ Ockerfarben um genau zu sein, erklärt Hübner, der leidenschaftlich gern mit Schülern arbeitet. „Das ist lebensnaher Sachunterricht und für die Kinder sehr lehrreich.“ Auch Klassenlehrerin Dörte Kitzig war von dem fedrigen Anschauungsunterricht begeistert. „Es ist schön, dass die Kinder hautnah das Schlüpfen der Küken miterleben konnten.“

Durch einen durchsichtiger Deckel hatten die Kinder die Eier ständig im Blick. 37,8 Grad Celsius beträgt dabei die ideale Schlüpftemperatur für die Küken, deren Eier in den 21 Tagen, die sie im Brutapparat liegen, ständig gewendet werden müssen. In der Natur ist das Aufgabe der Glucke, weiß Florian (8), dessen Großeltern selbst Hühner haben. „Ich mag Rührei und die Hühner“, verrät Elias (7). „Die lassen sich streicheln.“ Zahlreiche Streicheleinheiten bekam auch einer der Bielefelder Hähne, der in der Schule das Licht der Welt erblickt hatte.

Die Schüler erfuhren von Hübner im Unterricht auch, dass es nicht nur braune und weiße, sondern auch grüne Hühnereier gibt, die von den Araucaner-Hühnern aus Amerika stammen. Und er erklärte ihnen, dass früher Eier mithilfe der Wärme von Kompost ausgebrütet wurden.

Heute (10-17 Uhr) und morgen (10-14 Uhr) lädt der Kleintierzüchterverein (Eichenallee) zur Herbstschau.

Von Ulrike Gawande

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