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Obst vor der Linse

Lebensmittel-Fotograf aus Israel besuchte Hennigsdorfer OSZ Obst vor der Linse

Eier, Äpfel, Bananen hat Kfir Harbi auf einem Tisch im Klassenzimmer drapiert. Durch die Fenster fällt mattes Licht auf das Obst. Das ist durchaus gewollt, sagt Harbi. „Tageslicht lässt die Dinge natürlicher erscheinen als Blitzlicht.“ Kfir Harbi muss es wissen. Seit 20Jahren arbeitet der 34-Jährige aus Tel Aviv als Lebensmittelfotograf.

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Maximilian Mücke und Patricia Seeger probten im Lichthof des Oberstufenzentrums die Lebensmittelfotografie.

Quelle: Marco Paetzel

Hennigsdorf. Kürzlich stattete der 34-jährige Kfir Harbi dem Hennigsdorfer Oberstufenzentrum einen Besuch ab. 20 angehende Gestaltungstechnische Assistenten schauten dem Profi zu, wie er das Obst in Szene setzte.

Das Wichtigste ist, dass die Früchte frisch sind und knackige Farben haben. Accessoires wie Teller, Gabeln oder Messer müssen sorgsam ausgewählt werden. „Dafür gibt es einen Stylisten, der mit mir einkaufen geht“, so Harbi. Das Licht, so der Profi, sollte von hinten auf das Obst scheinen und nicht allzu stark sein. „Der Schatten zeigt dann die Strukturen der Dinge und lässt sie echt aussehen.“
Angefangen hat Harbi einst als Fotojournalist. „Ich wollte aber keine Kriege mehr fotografieren, sondern die schönen Dinge des Lebens.“ In seiner Heimat arbeitete er danach für Hochglanz-Magazine oder fotografierte Motive für Kochbücher. Seit einem Jahr lebt Harbi nun in Berlin. Wichtig ist für ihn, dass Obst nicht angemalt oder nachträglich bearbeitet wird. „Ich besprühe es nur mal mit Wasser, das reicht.“ Am Ende, sagt Kfir Harbi, müssen die Fotos so aussehen, dass der Betrachter sie am liebsten essen will.

Die Schüler des Oberstufenzentrums probierten sich auch selbst am Auslöser, in dieser Woche geht es außerdem im Rahmen eines EU-Projekts nach Stettin. Unter dem Motto „Europa isst anders“ werden die Schüler dann in polnischen Restaurants Speisen fotografieren, die Bilder sollen Inspiration für nachfolgende Kurse sein.

Von Marco Paetzel

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