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Lebkuchen werden vor Ort gebacken

Kremmen Lebkuchen werden vor Ort gebacken

Seit 2011 betreibt Marion Bester in der Berliner Straße in Kremmen die Pension und das Café „Zur alten Lebkuchenfabrik“. Das Besondere: Die Lebkuchen, die es dort zu kaufen gibt, sind alle vor Ort hergestellt und gebacken. Wer sich ins Café setzt, bekommt auch viele alte Möbel zu sehen.

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Marion Bester in der Hofeinfahrt zur alten Lebkuchenfabrik. In der Hand hält sie Naschereien aus eigener Produktion.

Quelle: Robert Roeske

Kremmen. Wer sich ins Kremmener Café „Zur alten Lebkuchenfabrik“ setzt, der bekommt viele spannende Dinge zu sehen. Einen alten Küchenschrank zum Beispiel. Alte Tische und Stühle oder einen Abwaschtisch. Und wer möchte, kann dazu tatsächlich Lebkuchen essen – natürlich welche, die vor Ort hergestellt worden sind.

Seit Juli 2011 betreibt Marion Bester das Café und die Pension an der Berliner Straße in Kremmen. „Eigentlich wollte ich nur eine Pension eröffnen“, erzählt die 58-Jährige. Aber die Räume hätten sich für ein Café sehr angeboten, und so nahm sie beides in die Hand. Bis 1945 befand sich an der Stelle tatsächlich eine alte Lebkuchenfabrik, später waren dort Wohnungen, dann herrschte Leerstand.

Liebevoll eingerichtet

Liebevoll eingerichtet.

Quelle: Robert Roeske

„Ich war ein Quereinsteiger“, sagt Marion Bester. Sie arbeitete als Krankenschwester, hatte später einen Blumenladen und eine Croissanterie. Nun also ihre Pension und das Café. Der Bedarf an Gästezimmern in Kremmen ist vorhanden, sie konnte eine Nische bedienen. Ihr Mann Stefan half ihr beim Um- und Ausbau. Geöffnet ist immer donnerstags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr. „Die Wochenenden laufen sehr gut, in der Woche fängt es auch an, mehr zu werden“, sagt sie. Allerdings wünscht sie sich, dass der Marktplatz und das Scheunenviertel wieder mehr belebt werden.

Marion Bester und ihre Lebkuchen

Marion Bester und ihre Lebkuchen.

Quelle: Robert Roeske

Wer ins Café kommt, kann echten Kremmener Lebkuchen essen. „Das Konfekt gibt es das ganze Jahr“, sagt Marion Bester. Sie hat viel probiert. „Wir wollten nicht die normalen Printen, ich wollte was anderes machen.“ Sie forschte im Internet nach Rezepten. Jede Woche backt sie, im Sommer weniger, im Winter mehr. „Ich muss schon anfangen, mich um die Bestellungen für Weihnachten zu kümmern.“ Für das Dekorieren der Küchlein nimmt sie sich Zeit. „Alle einzeln, das ist eine Menge.“ Sehr beliebt ist auch das „Kremmener Frühstück“, herzhaft, mit Käse und Lachs. Mittags gibt es Flammkuchen und Suppen, später Kaffee und Kuchen. Mit Britta Wolf und Peggy Göpel bildet Marion Bester im Café ein Dreierteam.

Auch die vielfältige Deko hat die Kremmenerin größtenteils selbst zusammengesammelt. „Ein paar Sachen kommen aber auch von den Gästen.“ Am liebsten hat sie zwei Ledersessel. „Aber einige Leute konnten sich leider nicht benehmen und saßen zu dritt oder viert drin, das konnte ich nicht ansehen.“ Jetzt stehen die Sessel in den Pensionszimmern.

Blick durch die Toreinfahrt

Blick durch die Toreinfahrt.

Quelle: Robert Roeske

Ein Ziel von Marion Bester sind Veranstaltungen in ihrem Haus. Hin und wieder fanden schon kleine Konzerte statt, das will sie wiederbeleben. Am Freitag, 20. Oktober, gibt es ab 17.30 Uhr einen Vortrag über die Geschichte der alten Lebkuchenfabrik und dazu ein Essen. Die Anmeldung für den Vortrag ist möglich unter 0170/9 36 70 44.

Von Robert Tiesler

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