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Oberhavel Nach dem Hochwasser kommt der Schimmel
Lokales Oberhavel Nach dem Hochwasser kommt der Schimmel
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00:20 27.03.2018
Nur noch bis Ende Mai ist die Leegebrucher Verwaltung im Eichenhof zu finden. Quelle: Robert Roeske
Leegebruch

Monatelang war der Keller des Rathauses Leegebruch im Eichenhof gesperrt, weil Schimmel – eine Folge des Starkregenereignisses des vergangenen Sommers – sämtliche dort gelagerten Utensilien befallen hatte. Das berichtete der amtierende Bürgermeister Martin Rother auf der letzten Sitzung der Gemeindevertreter.

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Keller nicht geeignet zur Lagerung

Auch Akten waren davon betroffen. „Der Keller war wohl doch nicht ideal zur Lagerung“, so Rother trocken. Mittlerweile seien jedoch alle dort gelagerten Sachen gereinigt und zum großen Teil schon in das neue Ortszentrum verbracht. „Jetzt sind nur noch Restbestände im Keller.“ Doch auch in den neuen Räumlichkeiten des Rathauses an der Birkenallee, die am 22. Juni offiziell und am 30. Juni mit einem Tag der offenen Tür für alle Bürger eröffnet werden sollen, werde man das Thema Schimmel im Auge behalten. Der Umzug der Verwaltung beginnt am 14. Mai.

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Großflächige Feuchtigkeitsschäden in Wohngebäuden

Aber auch die Wohngebäude der Gemeinde am Robert-Koch-Platz sind von dem Schimmelproblem betroffen. Sämtliche Kriechkeller seien begutachtet worden. „Es sind großflächige Feuchtigkeitsschäden vorhanden.“ Doch sei technisch eine Reinigung derzeit nicht möglich, weil die über den Keller liegenden Wohnungen durch die vorhandenen Holzdecken nicht abgeschlossen seien, um eine chemische Keule einsetzen zu können. „Letztlich bleibt uns nur, die Wohnungen trocknen zu lassen“, resümierte der Bürgermeister. Verbunden mit entsprechender Lüftung. Doch das werde mindestens zwei Jahre dauern.

Holzdecken sollen gegen Ziegeldecken getauscht werden

Außerdem gebe es kaputte Sperrschichten im Mauerwerk. Ebenso Feuchtigkeitsschäden in einer der 30 Erdgeschosswohnungen. Dabei handelt es sich um eine Wohnung, in der bereits im Dezember Schimmel festgestellt worden war. Der Mieter müsse wegen der drohenden Gesundheitsgefahr deshalb auch die Wohnung räumen. Jedoch gebe es eine Ersatzwohnung im Objekt. „Es gibt die Empfehlung die Holzdecken gegen Ziegeldecken zu tauschen“, berichtete Rother. Zwei Decken wurden bereits ersetzt. Kostenpunkt pro Decke: 70.000 Euro.

Bei 30 Wohnungen kämen so 2,1 Millionen Euro zusammen, rechnete der Bürgermeister vor. „Wie wollen wir weiter damit verfahren? Wäre ein Teilverkauf sinnvoll?“, fragte er die Gemeindevertreter. Es müsse das Thema auf die Tagesordnung, ob man unter diesen Umständen weiter Eigentümer bleibe könne und sollte.

Schimmel im Sozialgebäude auf dem Sportplatz

Außer Rathaus und Wohnungen ist auch das Sozialgebäude auf dem Sportlatz von Feuchtigkeitsschäden in Mitleidenschaft gezogen worden. Es ist der alte Trakt aus den 50er Jahren, der ohne Fundament errichtet wurde. In dieser Woche habe eine Begehung stattgefunden, berichtete Rother. Zwei Umkleidekabinen und der Duschbereich mussten wegen Schimmelbefalls gesperrt werden. „Kurzfristig können wir das wieder herrichten, aber langfristig muss das im Sommer saniert werden. Wenn wir das Gebäude erhalten wollen, ist ein Fußbodenaufbau nötig.“

Von Ulrike Gawande

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