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Leegebruch im Beatlesfieber

Marc Kenny gastiert in Leegebruch Leegebruch im Beatlesfieber

Es ist die Musik ihrer Großeltern. Songs der Beatles. Doch wenn Marc Kenny, Musiker aus Liverpool, in der Leegebrucher Grundschule auftritt, singen Schüler und Lehrer begeistert „Yellow Submarine“, „Hey Jude“ und den Cartney-Hit „Imagine“. Musik verbindet nicht nur Länder, sondern auch Generationen.

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Kinder, Kinder – was für ein Spaß!

Marc Kenney inmitten der Schüler der Leegebrucher Pestalozzi-Grundschule.

Quelle: Fotos (2): Ulrike Gawande

Leegebruch. Es ist eigentlich die Musik ihrer Großeltern, doch am Dienstag sangen 200 Kinder der vierten bis sechsten Klassen der Leegebrucher Pestalozzi-Grundschule lautstark „Na-na-na-naa, hey, Jude“, Refrain des Beatles-Hits „Hey Jude“. Jubelten wenn John Lennons „Imagine“ erklang und forderten lautstark Zugabe als der Beatles-Klassiker „Black Bird „ angestimmt wurde.

Eindeutig war in Leegebruch das Beatlesfieber ausgebrochen: Zu Besuch war kein Geringerer als Marc Kenny aus Liverpool/England, der mit seinem Song „What´s it like in Liverpool“ gerade die Musikwelt erobert. Unter der Woche aber ist er live im 1957 gegründeten traditionellen Cavern Club in der Matthewstreet 10, Geburtsort der Beatles, in Liverpool zu hören. Denn Marc Kenny ist bekennender Beatlesfan. Auch wenn es ein Klischee sei, so Kenny, dass wer aus der nordenglischen Arbeiterstadt, der Heimat der Pilzköpfe käme, auch stets Beatlesfan sein müsse. Bei ihm aber stimme es. Schon als Kind sei er süchtig nach deren Musik gewesen.

Wie aber hat der englische Musikstar den Weg nach Leegebruch gefunden? Frank Redlich, Leegebrucher, Unternehmer und ebenfalls Beatlesfan hat das Konzert organisiert. Nachdem man sich bei einem Liverpoolbesuch verpasst hatte, erzählt Redlich, habe er per sozialer Netzwerke Kontakt zu Kenny aufgenommen. Man habe sich angefreundet. „Wir gehen gemeinsam zum Konzert von Paul Mc Cartney in die Waldbühne, und er wohnt ein paar Tage bei uns“, so Redlich. Da sei ihm die Idee gekommen, dass Kenny ein kleines Konzert in der Schule geben könnte. Marc Kenny, der sich auch in seiner Heimat für Kinder und soziale Zwecke engagiert, sagte begeistert zu.

Und so kamen Schüler und Lehrer zu einem kostenlosen Privatkonzert des charmanten Musikers. Schlicht in Shirt und Jeans, nur mit Gitarre und Verstärker ausgestattet, schaffte es Marc Kenny, die Zuhörer von der ersten Sekunde an in seinen Bann zu ziehen. Vorne jubelten die Kinder, erkannten die Lieder schon nach wenigen Tönen. Hin sangen und tanzten die Lehrer begeistert zu den Hits vergangener Zeiten. „Die Beatles sind immer aktuell“, ist Angela Redlich, stellvertretende Schulleiterin, überzeugt.

„Ich mag Kennys Stimme“, begeistert sich der zwölfjährige Justin. Schon oft hat er den Engländer auf Youtube-Videos angesehen. „Das war toll, ihn richtig zu erleben“, findet auch Lisa. Zwar habe man in Vorbereitung auf den Besuch schon einmal Kennys Video mit dem neuen Liverpool-Song im Unterricht angehört, aber live sei eben noch besser.

„What´s it like in Liverpool“, übersetzt „Wie ist es (wirklich) in Liverpool“ ist eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt. Das Video ein eindrucksvoller Stadtspaziergang. Nicht nur Tourismusfachleute waren von dem Film begeistert. Vom Liverpool International Film Festival gab es dafür den begehrten Videoaward. 400000 Mal wurde das Lied bereits im Netz angeklickt und mehr als 10000 Mal geteilt. In Amerika soll es Titelmelodie einer Fernsehserie werden.

Aber besonders die Titel der Beatles gefielen den Schülern. „Wer hat die schon im Programm?“, fragte Emelie (12) jubelnd. „Marc Kenny hat eine symphytische Art aufzutreten und zu sprechen.“ Viele Kinder hatten Schilder und Plakate gebastelt, um den Singer und Songwriter, der viele Musikstile beherrscht, in Leegebruch willkommen zu heißen. Mit Engelsgeduld gab der unkomplizierte Engländer anschließend Autogramme. Nun hat er mindestens 200 Fans mehr.

In Leegebruch – Deutschland.

Von Ulrike Gawande

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