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Leegebruch Besichtigung der Rasselbande
Lokales Oberhavel Leegebruch Besichtigung der Rasselbande
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08:02 15.09.2018
Thomas Reisen (M.) zeigte den Ausschussmitgliedern, wo Wände aufgestemmt wurden. Quelle: Fotos: Ulrike Gawande
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Leegebruch

Fast 15 Monate ist das Starkregenereignis, das Leegebruch unter Wasser setzte, nun her. Durch die Folgens des Unwetters in Mitleidenschaft gezogen wurde auch die Kita „Rasselbande“, die wegen aufsteigender Feuchtigkeit in den Wänden seit 4. September 2017 geschlossen ist. Verursacht wurden die festgestellten Schäden durch aufsteigendes Schichtenwassers unterhalb des Baukörpers.

Die Außenmauern des linken, vorderen Gebäudeteils wurden freigelegt und neu gedämmt. Sowie eine neue Kiesschicht aufgebracht. Quelle: Ulrike Gawande

Mittlerweile sind die Sanierungsarbeiten, die wegen fehlender Fachfirmen erst im Juli vollwertig begonnen werden konnten, weit fortgeschritten. Am Donnerstag konnten Mitglieder des Sozialausschusses und Bürger den Fortgang der Arbeiten in Augenschein nehmen. Schon im Außenbereich des Gebäudes war zu erkennen, dass vor allem der linke, vordere Teil des Gebäudes, in dem die Krippe untergebracht ist, von dem Feuchtigkeitsschaden betroffen ist. So habe man die Außenwände komplett bis auf die Grundmauern aufgegraben, berichtete der neue Fachbereichsleiter für Kita, Schule und Soziales Thomas Reisen den rund 20 Interessierten. Die an den Außenmauern angebrachte Dämmschicht sei nicht ausreichend und auch nicht für ein Hochwasser ausgelegt gewesen, so Reisen. Man habe sich nun für ein neues System entschieden, zu dem auch die Entfernung der Pflasterung rund um das Haus gehöre. Diese wurde durch Kieselsteine ersetzt, die einen bessere Versickerung des Regenwassers gewährleisten.

Es ist noch deutlich zu sehen, bis wohin die Wände aufgestemmt und dann neu verputzt wurden, nachdem Injektionen gegen eine erneute Schimmelbildung gesetzt wurden. Quelle: Ulrike Gawande

Im Innenbereich wurden im linken, vorderen Flügel der Kita sämtliche Fußböden entfernt und die Wände bis zu einer Höhe von rund 80 Zentimetern bis aufs Mauerwerk freigelegt, um alle Schimmelnester beseitigen zu können. Mit Injektionen wird zukünftiger Schimmelbildung vorgebeugt. Auch alle anderen Bereiche der Kita wurden mit Feuchtigkeitsmessgeräten untersucht.

Auch im Eingangsbereich wurde der alte Bodenbelag aufgenommen und gleichzeitig die Heizungsrohre erneuert. Quelle: Ulrike Gawande

Dann mussten die Böden austrocknen, bevor sie nun mit neuem Estrich und Dämmung ausgestattet wurden. Auch die Heizungsrohre in den betroffenen Bereichen wurden erneuert. Die alten habe man wegen der Arbeiten nicht erhalten können, erklärte Thomas Reisen.

Türen und Trockenbauwände wurden im Krippenbereich erneuert. Quelle: Ulrike Gawande

Auch die Türen wurden erneuert, ebenso wie die Bäder neu gefliest. In der kommenden Woche steht die Rohbauabnahme an, bevor Malerarbeiten und Fußbodenverlegung beginnen können, die im restlichen Gebäude schon abgeschlossen sind. Besonders die Technik habe Schwierigkeiten bereitet, berichtete der Fachmann den Ausschussmitgliedern. „Ich hätte mir gewünscht, dass das schneller geht.“ Doch man bewege sich mit dem Baufortschritt noch im Zeitrahmen, erklärte Reisen. Ebenso werde der Kostenrahmen von 300 000 Euro, die im Haushalt 2018 für die Sanierung der Kita eingeplant waren, eingehalten. Doch weniger werde es nicht, fügte der amtierende Bürgermeister Martin Rother hinzu. Hinzu kommen noch einmal 68 000 Euro für neue Möbel, da die alten im Krippenbereich nach dem Schimmelbefall nicht mehr nutzbar seien.

In der gesamten Kita wurden die Wände neu gestrichen und neuer Teppichboden verlegt Quelle: Ulrike Gawande

Bevor jedoch die rund 130 Kinder, die zur Zeit in der Kita „Wirbelwind“ und die Vorschulkinder im Hort „Wuselkids“ betreut werden, in ihre Räume zurückkehren können, werden noch ein paar Wochen vergehen. Man rechne mit November, erklärt Thomas Reisen. Ein Teilumzug sei hingegen nicht sinnvoll. Auch das Wasser der Einrichtung werde man vor der Wiederinbetriebnahme noch einmal beproben und auch auf Legionellen untersuchen lassen, versicherte der Kita-Bereichsleiter. Die Ausschussmitglieder waren mit dem Gesehenen zufrieden, so dass es in der Sitzung selbst keine Nachfragen mehr gab.

Von Ulrike Gawande

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