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Leegebruch Jugendfeuerwehr fährt nach Weißrussland
Lokales Oberhavel Leegebruch Jugendfeuerwehr fährt nach Weißrussland
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17:28 06.07.2018
Eine Spende von 717,70 Euro überbrachten die Anwohner des Wohngebietes "Fritzens Hut" der Leegebrucher Feuerwehr als Dank für die Einsätze beim Hochwasser. Das Geld kommt nun den Kids für die Reise zugute. Quelle: Robert Roeske
Leegebruch

Ganz schön aufgeregt sind zur Zeit sieben Kinder und Jugendlichen der Leegebrucher Jugendfeuerwehr. In einigen Familien werden sogar vergessene Russischkenntnisse wieder hervorgekramt, denn am Mittwoch, 11. Juli, geht es, mit Unterstützung des Kreisfeuerwehrverbandes, des Landkreises und mehrerer großzügiger Spender, für die Kids zehn Tage nach Weißrussland. Als einzige deutsche Teilnehmer sind die Elf- bis 17-Jährigen Teilnehmer bei der „XVI International Rally of Young Rescuers and Firefighters“, einer international besetzten Meisterschaft der Rettungsleute und Feuerwehrkräfte.

Mit dem Flieger geht es nach Minsk

Mit dem Flugzeug geht es in die Hauptstadt Minsk und von dort knapp vier Stunden weiter mit dem Bus. Er sei gespannt auf das, was seine jungen Feuerwehrkräfte und deren drei Betreuer in Weißrussland erwarte, erklärt Leegebruchs Jugendwart René Regulin. Er bedauert nur, dass er nicht alle seine 16 Jugendfeuerwehrleute mit in die Ferne nehmen konnte. Das Los musste entscheiden, da nur sieben Kinder eingeladen worden waren.

Viel Rennerei wegen der Visa

Es liegen anstrengende Wochen hinter dem 36-Jährigen, der erst im März die offizielle Einladung für die Truppe in das russische Land erhalten hatte. Ausgangspunkt war der Besuch einer weißrussischen Delegation, die zum 20. Jubiläum der Jugendfeuerwehr 2017 nach Leegebruch gekommen war und die Leegebrucher in ihre Heimat eingeladen hatten. „So etwas ist vermutlich eine einmalige Sache, ein Höhepunkt in meinem Leben“, so Regulin, hinter dem eine Menge Rennerei wegen der Visa und anderer Einreiseformalitäten liegen. „Ich hätte nicht mit dem Aufwand gerechnet, den eine solche Gruppenreise in ein Nicht-EU-Land mit sich bringt.“ Er würde sich zukünftig bei solchen Veranstaltungen einen einfacheren Partneraustausch wünschen, auch um die Deutsch-Russische-Freundschaft weiter zu stärken.

Auch der Wehrführer freut sich auf die Reise

„Ich bin stolz auf René und seine Frau Mandy, die sich neben der Arbeit um das Organisatorische der Reise gekümmert haben“, bedankt sich Leegebruchs Wehrführer Sebastian Hentschel für das Engagement seines Jugendwartes und dessen Frau. „Die Kinder freuen sich auf die Reise.“ Auch er selbst ist gespannt, da er die Gruppe zusammen mit Regulin und Julian Conrad, dem stellvertretenden Jugendwart, begleiten wird. „Ich freue mich einerseits darauf, die Jugendfeuerwehr zu begleiten und andererseits, in Weißrussland mit Feuerwehrkameraden aus vielen Nationen ins Gespräch zu kommen.“

Feierlichkeiten zum 165. Geburtstag der weißrussischen Feuerwehr

Neben den Wettkämpfen bei Einsätzen auf dem Wasser und Land, bei Löschangriffen, gibt es auch eine Sportolympiade, ein breites Kulturprogramm inklusive Disco und der Wahl des „Misters International Rally“ und dessen weiblichen Pendants sowie eine große Eröffnung- und Abschlusszeremonie, die sogar extra geprobt werden muss. Gewohnt wird in einer Schule für Katastrophenschutz. Ein Dolmetscher vor Ort steht der Gruppe zur Seite. Abschließender Höhepunkt der Reise ist dann am 21. Juli die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 165. Geburtstag der weißrussischen Feuerwehr in Minsk.

Von Ulrike Gawande

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