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Leegebruch Eine Zukunft in Leegebruch
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01:15 10.11.2018
Leon Klinghardt, Monja Flamm und Marie-Sophie Mattner (v.l.) sprechen über Leegebruch. Quelle: Enrico Kugler
Leegebruch

In den vergangenen Jahren ist Leegebruch gewachsen, rund 6900 Menschen gibt es mittlerweile in der Gemeinde. Doch wie steht es um die Jugend? Können sich die jungen Leute eine Zukunft hier vorstellen? Die MAZ fragte drei junge Leute. Marie-Sophie Mattner (18) sagt ganz klar: „Ja, ich würde später gerne in Leegebruch leben, weil hier meine Leute sind und ich aufgewachsen bin.“ Sie ist in der Gemeinde großgeworden, erst im März ist sie mit ihrer Mutter aus privaten Gründen nach Oranienburg gezogen. Dennoch ist Marie-Sophie Mattner jeden Tag in Leegebruch, meist trifft sie sich mit Freunden am Pavillon im Park. „Das ist ein zentraler Ort, an dem sich die Jugendlichen hier treffen.“ Meist sei ihre Clique etwa 20 Leute stark. „Wir quatschen und trinken auch etwas“, sagt Marie-Sophie, die eine Ausbildung zur Sozialassistentin macht. Und das das ganze Jahr über, jeden Freitag, Sonnabend, Sonntag selbst im tiefsten Winter. „Am Wochenende bis 2,3 Uhr, in der Woche höchstens bis 22 Uhr“, sagt Marie-Sophie.

Doch es gebe oft Ärger mit den Anwohnern, die sich über den Lärm beschweren. Für die Zukunft wünscht sie sich daher dringend einen Ort, an dem die Jugendlichen sich treffen können, ohne dass es Ärger gibt. Der Jugendclub „T-Point“ kommt für sie nicht infrage. „Wir werden schon in der Schule kontrolliert, da wollen wir in der Freizeit unser eigenes Ding machen.“ Ihr schwebt eine überdachte Fläche vor, etwas ab vom Schuss, aber dennoch leicht zu erreichen. „Da könnten wir dann Halligalli machen, ohne dass es jemanden stört.“ Eine legale Spraywand, so Marie-Sophie, sei auch noch toll.

In der Großstadt ist es zu laut

Auch Monja Flamm ist regelmäßig mit ihrer Clique im Park. Die 16-Jährige ist in der Gemeinde aufgewachsen und wohnt bei ihren Eltern. Auch sie kann sich vorstellen, ihr Leben in Leegebruch zu verbringen. „Ich mag keine Großstadt und hier ist meine Heimat.“ Sie schätzt vor allem, dass man in Leegebruch nachts keine Angst haben müsse, auf die Straße zu gehen. Und dann ist da die Ruhe. „Das ist ja in Berlin ganz anders“, sagt die 16-Jährige, die aber zum Shoppen und zum Besuch ihrer Oma in die Hauptstadt fährt. Dennoch sei wenig los. „In Leegebruch kannst du kaum was machen, und wenn du woanders hinwillst, brauchst du Geld.“ Das hätten die Jugendlichen aber kaum. Deshalb bleibe den Jugendlichen nur der Treff unter dem Pavillon, sagt die Torhorst-Schülerin. Auch für sie ist der Jugendclub nichts. „Wir wollen nicht unter Aufsicht stehen, sondern unser eigenes Ding machen“, sagt Monja. Sie wünscht sich einen freien Platz, wo sie lauter sein und etwas trinken können.

Auch Leon Klinghardt (17) kann sich vorstellen, in Zukunft in Leegebruch zu leben. Es sei schön ländlich, ist aber nicht weit vom Schuss. Berlin sei ihm zu laut, zu hektisch, zu anonym. „Hier hast du die Geschäfte und den Imbiss kompakt. Außerdem kenne ich hier viele Jugendliche“, sagt der Teenager, der sein Fachabi im Fachbereich Sozialwesen macht. Dadurch, dass seine Mutter Steffi Klinghardt den Jugendklub „T-Point“ leitet, ist Leon, der in Bärenklau lebt, ohnehin jeden Tag in Leegebruch. Nicht gut findet er, dass man zu späterer Stunde nicht mehr mit dem Bus wegkommt. Zudem gebe es wenig Angebote für Jugendliche, abgesehen vom Jugendklub. „Es gibt keine Orte, an denen sie sich unbeaufsichtigt treffen können, ohne dass die Anwohner rummeckern. Das wäre wichtig“, so der 17-Jährige.

Dass die Jugendlichen sich regelmäßig im Park treffen, sorgt wegen der Lautstärke und des Mülls, den sie oft hinterlassen, regelmäßig für Ärger. Es könnte sich tatsächlich etwas bewegen: „Wir sind auf der Suche nach einer neuen Fläche“, verrät Jugendklub-Leiterin Steffi Klinghardt. Das sei allerdings nur auf privaten Flächen denkbar.

Von Marco Paetzel

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