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Leegebruch Fraktion will Seniorenbeauftragten
Lokales Oberhavel Leegebruch Fraktion will Seniorenbeauftragten
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17:45 26.10.2018
Manfred Gürnt und sein HGBV fordern einen Seniorenbeauftragten. Quelle: Foto:Ulrike Gawande
Leegebruch

Wenn es nach Manfred Gürnt geht, muss die Gemeinde Leegebruch so schnell wie möglich einen ehrenamtlichen Seniorenbeauftragten einstellen. „Seit fast fünf Jahren wird dieser im Dezember 2013  gefasste Beschluss leider von der Mehrheit der Gemeindevertreter nicht umsetzt und einfach ausgesessen“, sagt der Mann,  der sich im HGBV engagiert. Ein solcher Seniorenbeauftrager ist nichts Ungewöhnliches, nahezu alle Kommunen im Umkreis haben solche Ehrenamtler installiert, um sich um die Belange der Senioren zu kümmern, Veranstaltungen zu organisieren oder ein Sprachrohr für Ältere im Parlament zu sein.

„Wir sind wirklich die einzige Kommune weit und breit, die solch einen Beauftragten nicht hat“, sagt die HGBV-Fraktionsvorsitzende Isolde Bree. Ihre Fraktion habe das Thema in die GVV eingebracht. Es müsse jemand überparteiliches sein, am besten selbst im Rentenalter. „Derjenige müsste im Ort allgemein anerkannt sein“, so Bree. Der HGBV wolle das Thema möglichst nach der Kommunalwahl wieder auf die Tagesordnung bringen.

Bislang war unter anderen die CDU-Fraktion gegen den Beauftragten.Die Frage sei mehr als zwei Jahre kontrovers in der Gemeindevertreterversammlung diskutiert worden, erklärt Martin Hinze, Chef der Leegebrucher CDU-Fraktion. „Die CDU sieht hier keinen zwingenden Handlungsbedarf, weil die Verwaltung für unsere älteren Mitbürger schon viel macht, präsent ist und für alles zur Verfügung steht.“ Außerdem sehe die CDU-Fraktion in der Frage das Engagements für die Senioren alle Gemeindevertreter in der Pflicht, sich für ihre Belange einzusetzen. „Dieser Wunsch nach einem Seniorenbeauftragten wurde auch von den Bürgern selbst noch nicht an uns herangetragen“, erklärt Hinze. Er könne das auch gut beurteilen, da er in seiner monatlich stattfindenden Bürgersprechstunde viele ältere Bürger hätte, die etwa wegen Rentenanträgen und ähnlichen Anliegen kommen würden. Da sei das Thema nie aufgekommen.

Auch Stefanie Rose (Linke) steht einem möglichen Seniorenbeauftragten mittlerweile skeptisch gegenüber. „Wir haben die Hoffnung aufgegeben, dass sich da noch etwas bewegt.“ Sie verweist darauf, dass das Ehrenamt des Seniorenbeauftragten 2013 in die Hauptsatzung aufgenommen wurde, es aber nie eine Ausgestaltung seiner Aufgaben gab. Deshalb hab es bislang auch mit potenziellen Bewerbern nicht geklappt.

Von Marco Paetzel

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