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Leegebruch Regisseur Wolfgang Rumpf feiert seinen 70.
Lokales Oberhavel Leegebruch Regisseur Wolfgang Rumpf feiert seinen 70.
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17:26 07.12.2018
Wolfgang Rumpf lebt mit seiner Frau Birgit Henninger-Rumpf seit 1996 in Leegebruch.
Leegebruch/Berlin

Genau 25 545 Tage – so lange ist Wolfgang Rumpf auf der Welt. Klingt nach einer Menge Zeit. Fühlt sich aber offenbar nicht so an. „Ich bin fit, fühle mich wie ein 40-Jähriger“, sagt der Leegebrucher. Dabei wird Wolfgang Rumpf heute 70 Jahre alt. Und der Theaterregisseur, 1948 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) geboren, wird sein Jubiläum ganz passend feiern: In seinem Berliner Kriminaltheater, inmitten seiner Lieben. „Zu meinem 60. war es so voll, dass meine eigene Frau in der Schlange anstehen musste, bis sie mir gratulieren konnte.“ Deshalb wollte Wolfgang Rumpf dieses Mal eigentlich samt Gattin mit dem Wohnmobil durchbrennen. Doch seine Tochter Maxi durchkreuzte die Fluchtpläne, organisierte die Feier im Theater. Und ganz unglücklich ist der Jubilar nun auch nicht. Immerhin ist das Berliner Kriminaltheater so etwas wie sein Baby.

Im April 2000 eröffnete Rumpf sein Theater

Im April 2000 eröffnete der studierte Regisseur und Schauspieler – nach Stationen an Theatern in Annaberg, Halle, Dresden – mit seinem Mitstreiter Wolfgang Seppelt das Kriminaltheater. Eine Nische in Berlins reicher Theaterlandschaft, immerhin spielte kaum ein Haus Krimis. „Agatha Christie verkauft sich aber so gut wie die Bibel, und Tatort hat hohe Einschaltquoten.“ Von Dieter Hallervorden übernahmen die beiden das ehemalige Kabarett-Theater „Die Wühlmäuse“ in Berlin-Wilmersdorf. „Es war eine ziemlich hohe Miete, da haben wir blaue Augen bekommen“, erinnert sich Rumpf. Drei Jahre später zog das Theater nach Friedrichshain in den Gebäudekomplex des Umspannwerk Ost in die Palisadenstraße.

Heute arbeitet der Intendant und Chefregisseur mit einem festen Ensemble von rund 50 Schauspielern zusammen, mit denen er die Stücke besetzt. Über 1350-Mal gab es das Stück „Die Mausefalle“ von Agatha Christie seit 2001 im Kriminaltheater. „Es gibt wenige Regisseure, die von sich behaupten können, ein Stück so lange zu spielen“, sagt Rumpf. Unter anderen studierte der Regisseur mit seinen Mimen auch den Klassiker „Der Name der Rose“ von Umberto Eco ein. Dafür musste er den mächtigen Plot zusammendampfen. „Ich habe mich bemüht, den Krimi rauszukitzeln, also die Frage, warum die Leute zu Tode kommen.“ Es sei aber dennoch genug Platz für philosophische Betrachtungen geblieben, sowohl von Eco als auch von Rumpf selbst. Was die Zuschauerzahlen angeht, so steigen sie in den vergangenen Jahren leicht. „Wir haben eine Auslastung von guten 70 Prozent. Das ist so schlecht nicht“, sagt Rumpf.

In Leegebruch hat Rumpf seinen „Herrenclub“

Nach Leegebruch zog der Regisseur mit seiner Familie 1996. „Unsere Tochter war damals ein Jahr alt, wir wollten nicht wieder in den Moloch der Großstadt.“ Die Gemeinde gefiel der Familie auf Anhieb, es gab Schule, Ärzte & Co. Seine Frau Birgit Henninger-Rumpf leitet seit Jahren die Ballettschule Dance Point Oberhavel in Leegebruch, und auch Wolfgang Rumpf ist mit den Jahren in der Gemeinde angekommen. Jeden Freitag trifft er sich für zwei Stunden beim Italiener mit fünf, sechs Leegebrucher Freunden zum „Herrenclub“.

Am 13. April 2020 feiert sein Berliner Kriminaltheater 20. Jubiläum. Das wäre eigentlich ein schöner Punkt, um aufzuhören, sinniert der 70-Jährige. Doch Stand heute will Wolfgang Rumpf weitermachen. „Solange der Kopf mitmacht, ich künstlerische Ideen habe“, erklärt der Regisseur, „so lange will ich das auch noch machen.“

Von Marco Paetzel

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