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Lehnitz: Auf schwierigem Terrain

Start für Bombensuche im „Cluster 11“ Lehnitz: Auf schwierigem Terrain

Verständliche Aufregung am Dienstagabend im Café des Friedrich-Wolf-Kulturhauses: Das Ordnungsamt hatte die Eigentümer der Grundstücke im Bauschulenweg in Lehnitz zu einem ersten Informationsgespräch eingeladen. Die Grundstücke sollen systematisch nach Blindgängern abgesucht werden. Ab August gibt es „Vor-Ort-Termine“ mit Truppführer René Benoit vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes.

Bauschulenweg in Lehnitz 52.7431629 13.260557
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Ordnungsamtsleiterin Sylvia Holm und Truppführer René Benoit vom KBMD mit einem der Luftbilder, auf die bei der Suche unter anderem zurückgegriffen wird.

Quelle: Enrico Kugler

Lehnitz. Es sind 19 Grundstücke, deren Eigentümern und Bewohnern ab Herbst die Bombensuche ins Haus steht. Zum „Cluster 11“ gehören die Grundstücke beidseitig des Baumschulenwegs und von dort bis zum Gutsplatz und der Bahnunterführung. Alle Grundstücksbesitzer hatte die Stadt für Dienstagabend zu einer ersten Infoveranstaltung ins Café des Kulturhauses eingeladen.

„Im Jahr 2000 haben wir mit der systematischen Absuche von Arealen im Stadtgebiet begonnen“, erinnerte Ordnungsamtsleiterin Sylvia Holm. Seit 2009 werden immer ganze Straßenzüge oder natürlich begrenzte Areale zu so genannten „Clustern“ zusammengefasst. „Zwei nehmen wir etwa pro Jahr in Angriff“, so Holm. In Lehnitz soll es im August nicht nur mit den Grundstücken am Alten Hafen weitergehen, sondern parallel dazu die Suche im Cluster Baumschulenweg starten. Alle Grundstücke liegen in der höchsten Gefahrenklasse 9 und 10 nach dem „Spyra-Gutachten“. Beide Gebiete sollen bis Jahresende abgesucht sein.

Truppführer René Benoit vom Kampfmittelbeseitigungsdienst erklärte den Anwohnern, wie die Bombensucher vorgehen: „Wir beginnen jeweils mit den Häusern und Nebengebäuden. Im Abstand von zwei Metern drumherum wird mittels Bohrlochradar nach Metallischem gefahndet. „Wir gehen in neun Meter Tiefe und erfassen dabei alle Fremdobjekte.“ Die Rohre müssten etwa sechs Wochen im Boden verbleiben, weil die Datenauswertung langwierig sei. Da das Georadar 360 Grad um das Bohrloch sondiert, werde auch der Untergrund unterm Gebäude erfasst. Bei großen Flächen sei eine zusätzliche Bohrlochsondierung im Haus nicht ausgeschlossen.

Die Methode der Bohrlochsondierung komme dann im Garten zum Einsatz. Alle Löcher würden anschließend mit Sand verfüllt. Wege außerhalb der Grundstücke würden anschließend abgesucht.

Mailadressen und Telefonnummern wurden am Dienstagabend erfasst. Benoit kündigte an, sich umgehend bei den Eigentümern zu melden, um Vor-Ort-Termine auszumachen, bei denen das jeweilige detaillierte Vorgehen besprochen werde.

Dabei werde Rücksicht genommen auf private Termine wie Urlaub.

Von Heike Bergt

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