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Oberhavel Lehrerin kehrt in ihre alte Schule zurück
Lokales Oberhavel Lehrerin kehrt in ihre alte Schule zurück
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00:18 09.08.2017
Claudia Groschopp ist Lehrerin.               Quelle: privat
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Velten

Beim Honigfest steht Claudia Groschopp inmitten ihrer Schüler der Barbara-Zürner-Oberschule in Velten. Sie wirkt angekommen und glücklich. Denn dort wo sie selbst einmal Schülerin war – damals war es noch die Realschule Velten – ist die 32-Jährige heute selber Lehrerin. Bis zu den Sommerferien war sie mit ihrer Kollegin Roswitha Knick Klassenlehrerin einer achten Hauptschulklasse.

Dass sie selbst einmal als Lehrerin an ihre eigene Penne zurückkehren würde, hätte sich die geborene Veltenerin nicht träumen lassen. Nach dem Besuch der Kita und der Linden-Grundschule fehlte ihr selbst die Gymnasialempfehlung. „Ich war zu ruhig, zu unauffällig, habe mich erst spät entwickelt.“ Die Realschule sei aber für sie die bessere Variante gewesen, so Groschopp , weil der Leistungsdruck geringer war. Eine wichtige Botschaft, die sie heute auch oft ihren Schülern mit auf den Weg gibt: „Die Schüler sind überrascht, dass ich selbst auf dieser Schule war, dass man auch von der Oberschule durchstarten und studieren kann.“ Sie ermutigt die Jugendlichen, dass nicht nur die mit den besten Zensuren eine Chance haben, sondern dass auch gute Arbeiter wichtig seien. „Auch andere Fähigkeiten sind wertvoll. Die Noten in Mathe, Deutsch und Englisch sind nicht alles.“

Nach dem Realschulabschluss wusste die 32-Jährige, die mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Marwitz lebt, selbst jedoch nicht, was sie beruflich machen sollte. Praktika als Physiotherapeutin oder PTA erwiesen sich als nicht so spannend. Und so wechselte sie auf das Hennigsdorfer Oberstufenzentrum, um dort das Abitur zu machen. Ein Bekannter erzählte ihr dann von seinem Job als Berufsschullehrer. „Das hat mich interessiert, aber ich wollte unbedingt ein praktisches Fach unterrichten“, erklärt Claudia Groschopp. So begann sie in Berlin an der Humboldt-Universität Geografie und an der Technischen Universität Arbeitslehre (heute WAT für Wirtschaft-Arbeit-Technik) zu studieren. Doch Geografie, ihre Leidenschaft, unterrichtet sie heute in Velten nur selten. „Das ist mein wöchentliches Highlight, ich fand die Erde schon als Kind spannend. Reisen ist meine große Leidenschaft.“

So begeistert sie mit selbstaufgenommenen Fotos, wie denen von Lavasteinen aus Lanzarote, die als Schutz für Weinpflanzen dienen, ihre Klasse. „Das motiviert die Schüler anders, wenn sie merken, dass man selbst für ein Thema brennt.“ Ähnlich sei es im Fach WAT, das bei Schülern immer beliebter werde.

Groschopp geht mit ihren Schützlingen in die Holz- und Textilwerkstatt und besucht die Lehrküche. Sie näht mit ihnen Handytaschen und sägt die Stände für den Weihnachtsmarkt, kocht Pasta mit Kräutern aus dem Schulgarten oder backt Cakepops oder Pizza. „Die Schüler müssen im Leben bestehen können.“ Dazu tragen auch die handwerklichen Grundlagen und das praktische Wissen aus dem WAT-Unterricht bei, zu dem bei ihr auch viele Projekte gehören.

In Velten hatte sich Groschopp initiativ beworben, nachdem sie 2015 einen Versetzungsantrag von ihrer Berliner Schule gestellt hatte, weil auch ihr Mann in der Ofenstadt arbeitet. „Ich wollte gern zu meiner alten Schule zurück, hatte sie als nette, kleine Schule in guter Erinnerung.“ Umso größer war die Freude, dass es schließlich klappte. Viele Kollegen kennen sie noch als Schülerin und freuten sich umso mehr über ihre Rückkehr als Lehrerin.

Privat entspannt sie am liebsten beim Reisen oder bei der Gartenarbeit. „Ich liebe es, draußen zu sein, wenn die Hummeln summen. Dann kann ich drei Stunden Unkraut zupfen und abschalten.“

Von Ulrike Gawande

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