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Leichathleten spenden für Arne-William

Hohen Neuendorf Leichathleten spenden für Arne-William

Das war eine schöne Überraschung für Maria Neuenfeld: Gut 2200 Euro wies der symbolische Scheck aus, den ihr Kerstin Paech und Martina Hörrlein vom SV electronic am Donnerstagabend überreichten. Die Summe war beim Zwergensportfest für ihren schwerbehinderten Sohn Arne William (6) gespendet worden.

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Kassenwartin Martina Hörrlein (r.) und Leichtathletik-Abteilungsleiterin Kerstin Paech (l.) übergeben den symbolischen Scheck an Maria Neuenfeld.

Quelle: Helge Treichel

Hohen Neuendorf. Das war eine schöne Überraschung für Mama Maria Neuenfeld: Gut 2200 Euro weist der symbolische Scheck aus, den ihr Kerstin Paech und Martina Hörrlein vom SV electronic am Donnerstagabend überreichten. Die Summe war beim traditionellen Zwergensportfest am 3. Oktober für ihren schwerbehinderten Sohn Arne William (6) gespendet worden.

120 Mädchen und Jungen im Alter zwischen vier und neun Jahren hatten an dem Benefiz-Zwergensportfest teilgenommen, das seit 27 Jahren von den Hohen Neuendorfer Leichtathleten ausgerichtet wird. In die Spendenkasse ist allerdings nicht nur das Startgeld von einem Euro pro Kind geflossen. Auch die Erlöse vom Kuchenbasar, Glücksrad und vom Schminkstand der Integrationskita Spatzennest aus Hennigsdorf, in der Arne-William betreut wird, trugen zum Spendenergebnis maßgeblich bei.

Dass in diesem Jahr für Arne gespendet wurde, hat vielerlei Gründe. Die Physiotherapeutin des Jungen sei als Trainerin auch für den Verein tätig, sagt Kerstin Paech. Und hätte er nicht den Unfall gehabt, würde er vielleicht sogar mittrainieren. Arne war im Mai 2013 in einen Pool gefallen und beinahe ertrunken. Die Retter konnten ihn wiederbeleben, doch der Sauerstoffmangel hatte sein Gehirn bereits geschädigt. Arne ist seitdem noch nicht wieder vollständig aus dem Wachkoma erwacht. Um ihm eine Delfintherapie zu ermöglichen hatte es eine große Welle der Hilfsbereitschaft gegeben.

Die Freude bei Maria Neuenfeld war riesig. Das Geld sei für eine weitere Behandlung gedacht, von der sich die Eltern große Fortschritte beim Überwinden des Wachkomas erhoffen, sagt sie (MAZ berichtete). Gemeint ist eine „Hyperbare Sauerstofftherapie“ mit denen der US-amerikanische Arzt Paul G. Harch inzwischen 49 Kinder erfolgreich behandelt habe. Er habe die Hoffnung geäußert, dass seine Methode auch bei deutschen Ärzten auf mehr Interesse stößt. Rund 9000 Euro werden allein für die Behandlung benötigt. Alternativ komme auch die Adeli-Therapie in Frage, eine intensive Neurorehabilitation in einer Klinik in der Slowakei.

Die Spendensammlung sei bislang schleppend angelaufen, sagt Marian Neuenfeld: „Wir bräuchten die Hilfe eines Vereins, der das Geld verwaltet und Spendenquittungen ausstellen kann.“ Allerdings hätten jetzt auch älteren Kinder vom SV electronic von der Sache erfahren und eine eigene Aktion geplant, freut sich die Mutter. Leider sei Arne erkältet, sodass er bei der Spendenübergabe während des Trainings auf dem Sportplatz nicht dabei sein konnte.

Von Helge Treichel

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