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Leinen los, in die Wassersportsaison

Hennigsdorf Leinen los, in die Wassersportsaison

Am Sonnabend wurde mit der Einweihung der neuen Steganlage im Erholungs- und Wassersportverein (EWV) die neue Wassersportsaison in Hennigsdorf eröffnet. 114 000 Euro hat die neue Anlage aus Stahl den Verein gekostet. Nun hoffen die Mitglieder, dass auch der Pachtvertrag mit der Stadt zum Jahresende verlängert wird.

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Martin Witt (links) hatte zur Einweihung der Steganlage eine neue Hennigsdorf-Flagge für den Fahnenmast des Vereins im Gepäck.

Quelle: Robert Roeske

Hennigsdorf. Blank poliert und schmuckvoll mit Ketten aus Signalflaggen, dem sogenannten großen Flaggenschmuck, über die Toppen geflaggt, lagen am Sonnabend die 34 Boote des EWVs, des Hennigsdorfer Erholungs- und Wassersportvereins an den Stegen im Stadthafen. Warteten auf die erste Ausfahrt zum Start in die Wassersportsaison.

Doch bevor es hupend hieß: „Leinen los!“, wurde erst noch die neue Steganlage des Vereins eingeweiht. Im Oktober 2106 hatten die Bauarbeiten für die Anlage, die Platz für 35 Boote bietet, begonnen. Am 31. März waren die Bauarbeiten abgeschlossen, so Udo Buchholz, der bis Ende März Vereinsvorsitzender war und Kopf des Stegneubaus ist. „Wir hatten den Mut selber zu planen“, berichtet er. Die Arbeiten waren nötig geworden, weil die Sanierungskosten der alten Holzstege zu hoch wurden. Bereits 2008 hatte man renoviert, 2013 die Anlage für größere Boote erweitert. Nun wurden die 95 Holzpfähle, auf denen die Stege angebracht sind, mit Stahlhülsen versehen, so dass sie nicht mehr modern können. Obendrauf wurde die Stege aus Stahl montiert.

Herausgekommen sei eindeutig ein Schmuckstück, ist man stolz. Zudem habe man der Stadt einiges an Kosten gespart, ist Wassersportler Buchholz stolz, der auch als Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtparlament sitzt. Wäre die Anlage ausgeschrieben worden, wäre sie wohl um einiges teurer geworden, vermutet er. Schon so sei es schwierig gewesen, Geldgeber für den 114000 Euro teuren Bau zu finden. „Keiner wollte uns einen Kredit geben“, erinnert sich Buchholz.

15 000 Euro brachte der Verein an Eigenmitteln auf. 10 000 Euro gab es über die Sportförderung. Der Rest wird finanziert. Davon 40 000 Euro als zinsloser Kredit der Stadt. Mit der hofft man auch weiterhin auf gute Zusammenarbeit, besonders da Ende 2017 die Verlängerung des Pachtvertrages für das Vereinsgelände ansteht. Martin Witt, als Stellvertreter des Bürgermeisters, überreichte dem Verein aber schon mal eine neue Hennigsdorf-Flagge.

So blickt der EWV auf eine wechselvolle Geschichte zurück: 1953 als Sektion „Wasserfreunde“ bei der VEB Baumechanik gegründet, hatte man ab 1963 ein Vereinsheim in Nieder Neuendorf. Mit der Wende und dem Bau der Havelpromenade mussten die Wassersportler weichen. Nach zähen Verhandlungen wurde 1997 das neue Vereinsheim am Stadthafen eingeweiht. Heute hat der Verein 58 Mitglieder und eine Warteliste mit Interessenten für einen Liegeplatz. Man sei ein familiärer Verein. Willkommen sei jeder, egal ob Motorsportler, Segler, Kanute oder Paddler. Man freue sich über alle Freunde des Wassersports.

Von Ulrike Gawande

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