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Oberhavel Leiterin sieht keinen Grund zum Feiern
Lokales Oberhavel Leiterin sieht keinen Grund zum Feiern
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15:15 22.03.2016
Viola Knerndel, Leiterin des Arbeitslosenservice „Horizont“ , in ihrem Büro. Quelle: MAZ-Archiv
Oranienburg

25 Jahre vor Ort in Oranienburg _ für viele Einrichtungen sicher ein Grund zum Feiern. Doch Viola Knerndel, Leiterin vom Arbeitslosenservice „Horizont“ mit Sitz an der Strelitzer Straße in Oranienburg, sieht das anders. Denn der Arbeitslosenverband war einmal angetreten, seine Arbeit einzustellen und sich aufzulösen, wenn es keine Arbeitslosen und andere soziale Randgruppen mehr gibt. „Davon sind wir meilenweit entfernt“, sagt Knerndel und fügt hinzu: „Fast in jeder 3. Familie gibt es Probleme aller Art, Hilfe ist inzwischen auf fast allen Lebensgebieten notwendig. Der Anteil an Bürgern, die in die Altersarmut fallen, wird weiter enorm steigen, bezahlbarer Wohnraum wird Mangelware, Depressionen nehmen immer mehr zu. Viele Bürger sind nicht mehr in der Lage, ihre Anträge allein auszufüllen, geschweige die Bescheide zu verstehen.“

Die Mitarbeiter vom Arbeitslosenservice nehmen sich all dieser Probleme an. An der Strelitzer Straße ist auf engstem Raum in einem Flachbau die „Oranienburger Tafel“ untergebracht, finden die Projekte „Soziale Wärmestube“, „Fundgrube“, Soziale Nähstube“, „Soziales Schreibbüro“ statt, gibt es Beratungs- und Kreativangebote. Neu seit April 2015 wird ein zertifiziertes Aktivierungsangebot „Stark durchs Leben“ angeboten. Hier werden Langzeitarbeitslose fit gemacht, um nach langer Arbeitslosigkeit wieder ins Leben zu finden. Alle Projekte sind untereinander vernetzt, bei Problemen wird gleich weiter verwiesen. Die gesamte Einrichtung ist eine Begegnungsstätte für Jung und Alt, für alle Generationen. Mit zehn bis 15 Mitarbeitern war der Arbeitslosenservice vor 25 Jahren gestartet. Heute sind stets 40 bis 50 Teilnehmer in Arbeitsförderungsmaßnahmen, Angestellte, Bundesfreiwillige und ehrenamtliche Mitstreiter im Einsatz.

Begonnen hatte die Arbeit des Arbeitslosenservices am 1. April 1991 in einer Baracke auf dem Schlossgelände. Diese musste mit Öfen geheizt werden, Fenster und Wände hatten keine Isolierung. Es gab eine Küche, einen kleinen Speise- und Aufenthaltsraum, Kinderbeschäftigung, begleitende Streetworker, eine Kleiderkammer und die Beratungsstelle. Später kamen die „Lokale Agenda“, die „Historische Siedlung“ und das „Louise-Nähprojekt“ dazu. Der Umzug an die Krebststraße brachte große helle Räume, einen riesigen Speisesaal, große Hallen und einen Innenhofbereich. Hier startete 1999 die Arbeit der „Oranienburger Tafel“ ohne Autos, erst mit Fahrrädern und Handwagen. Durch den Verkauf des Geländes musste die Einrichtung an den jetzigen Standort an die Strelitzer Straße umziehen.

Hier stellt sich der Arbeitslosenservice den neuen Herausforderungen, die der Zustrom von Asylbewerbern mit sich bringt. „Wir möchten alle Tafelnutzer aus den unterschiedlichsten Ländern versorgen und Bildungsangebote machen“, sagt Knerndel. Doch das hänge stark von Förderungen ab. „Je weniger Mittel es für Vereine und Verbände gibt, umso schwieriger wird die Arbeit vor Ort.“ In dieser Beziehung sieht Viola Knerndel doch einen Grund zur Freude. Sie dankt für die Unterstützung von Kommunen, Landkreis und Land sowie von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse. Und sie dankt vielen Privatpersonen, die mit Geld- und Sachspenden helfen.

Von Marion Bergsdorf

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