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Lesefutter aus der Bibliothek

Leegebruch Lesefutter aus der Bibliothek

Immer wieder habe sie beobachtet, so Babett Wiechmann, seit Herbst 2012 Leiterin der Gemeindebibliothek von Leegebruch, dass sich Leser rechtfertigen würden, wenn sie einmal „nur seichte Bücher“ zur Entspannung ausleihen würden. Dann schmunzelt sie nur verschmitzt und verrät, dass auch Bibliothekare nur ausgewählte Bücher lesen würden.

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Bei Babett Wiechmann gehören neue Krimis in die erste Reihe.

Quelle: Ulrike Gawande

Leegebruch. Immer wieder habe sie beobachtet, so Babett Wiechmann, seit Herbst 2012 Leiterin die Gemeindebibliothek von Leegebruch, dass sich Leser rechtfertigen würden, wenn sie einmal „nur seichte Bücher“ zur Entspannung ausleihen würden. Dann schmunzelt sie nur verschmitzt und verrät, dass auch Bibliothekare nur ausgewählte Bücher lesen würden. „Viele haben viel zu hohe Erwartungen.“

Um jedoch noch besser zu wissen, welche Schmöker sie ihren Kunden, den Lesern, ob groß oder klein, empfehlen kann, hat die Leegebrucherin das Hörbuch für sich entdeckt. „So kann man auch bei der Hausarbeit ein Buch lesen.“

Und so gehören natürlich auch Hörbücher, DVDS und Zeitschriften zum Programm der Gemeindebibliothek, die 2018, wenn das neue Gemeindezentrum am Wasserwerk fertiggestellt sein soll, ein neues Domizil erhalten wird. Denn langsam wird es eng in dem nur 120 Quadratmeter großen Raum im Eichenhof. Auf 10 000 Medien beziffert die Bibliothekarin ihren Bestand. „Das war mein Ziel, ideal wären aber zwei Medien pro Einwohner“, erläutert die Fachfrau. Bei derzeitig 6735 Einwohnern in Leegebruch, ist also noch Luft nach oben. Auch wenn in der neuen Bibliothek lediglich 15 Quadratmeter mehr Fläche zur Verfügung stehen. Dafür soll die neue Bibliothek eine einladende Glasfront erhalten.

Ein Highlight für die aktive zierliche Frau. So will sie in den Fenstern als gelernte Gestalterin für visuelles Marketing, wie bisher auch, ständig neue Bücher präsentieren. „Es muss sich etwas bewegen.“ Schon heute bleiben die Menschen oft an den Bibliotheksschaufenstern stehen, um die ausgestellten Bücher zu begucken. „Wir müssen aktuell sein, die Ersten sein. Das ist unser Plus“, lautet das Geschäftsmodell von Babett Wiechmann, deren Großeltern schon in Leegebruch gewohnt haben, für die von der Gemeinde finanzierte Bibliothek. Oftmals gibt es bei ihr sogar Wartelisten für Neuerscheinungen, werden Besteller sehnsüchtig von den Lesern erwartet. Damit die Regale nicht überlaufen, werden alte Bücher aussortiert und verkauft.

Gemeindebibliothek Leegebruch

Die Bibliothek ist barrierefrei im Erdgeschoss vom Eichenhof 4 erreichbar.

Die Öffnungszeiten sind montags von 13 Uhr bis 18 Uhr und dienstags und donnerstags von 10 Uhr bis 12 Uhr sowie ebenfalls von 13 Uhr bis 18 Uhr.

Die Anmeldung kostet einmalig 1,50 Euro, eine Jahresgebühr fällt nicht an.

Im Bestand sind 10 000 Medien, auch Hörbücher, DVDs und Zeitschriften.


E-Mail: bibliothek@leegebruch.de

Besonders Krimis gingen immer, egal ob blutig oder regional, weiß die zweifache Mutter. Sie selber liest gerne alles querbeet, auch Krimis. Am liebsten solche, bei denen geschmunzelt werden kann. „Ein bisschen schräger oder schwarzer englischer Humor sind die richtige Würze.“ Zum Ausgleich liebt sie die Arbeit im Garten oder das Wandern in den Bergen. Zum Seele baumeln lassen.

Dort in der Natur schöpft Babett Wiechmann Kraft für neue Ideen, wie sie auch die jüngsten Leser in die Bibliothek locken kann. So führte sie den Lesestart für Bücherzwerge, das sind die Zwei- bis Vierjährigen, ein und veranstaltet Lesestunden mit Lesepaten. „Veranstaltungen sind das Salz in der Suppe. Jede generiert neue Leser.“ Die Größeren lockt die Fachfrau zum BiBuKi (Bilderbuchkino), berät bei Vorlesewettbewerben und arbeitet eng mit Kitas und Schulen zusammen. „Unsere Leser sind so eine gute Mischung aus Kindern und Erwachsenen.“

Die neuste Idee ist im September ein historischer Ortsrundgang für Familien durch Leegebruch, in Zusammenarbeit mit Ulrike Unger vom Geschichtsverein.

Von Ulrike Gawande

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