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Liebenwalde: Polizei findet mumifizierte Leiche

Spur führt zu Verbrechen von 2007 Liebenwalde: Polizei findet mumifizierte Leiche

Grausiger Fund in Liebenwalde (Oberhavel). Dort ist in einem Keller eines leerstehenden Mehrfamilienhauses eine mumifizierte Leiche gefunden worden. Die Identität des Toten ist inzwischen so gut wie geklärt. Die Ermittlungen der Polizei führen zu einem lang zurückliegenden Verbrechen, das nun aufgeklärt sein könnte.

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Im Keller eines Mehrfamilienhauses in Liebenwalde hat die Polizei eine mumifizierte Leiche.

Quelle: dpa

Liebenwalde. Nach dem Fund einer mumifizierten Leiche hat das Ordnungsamt der Stadt Liebenwalde die Polizei verständigt. Die grausige Entdeckung soll, wie die MAZ auf Nachfrage am Freitag erfuhr, bereits am 27. November gemacht worden sein. Der Tote soll im Keller eines seit August 2015 unbewohnten Mehrfamilienhauses in der Rudolf-Breitscheid-Straße gelegen haben. Die Leiche wurde durch die Polizei beschlagnahmt. Die Identität und die Todesursache blieben zunächst im Unklaren. Aus diesem Grund wurde die Mordkommission der Polizeidirektion Nord eingesetzt und übernahm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Neuruppin die weiteren Ermittlungen.

Ermittlungen der Polizei führen zu einem zurückliegenden Verbrechen

Am 1. Dezember fand in der Rechtsmedizin Potsdam die Sektion des unbekannten Toten statt. Diese ergab aufgrund des Zustandes der Leiche zunächst keine eindeutige Todesursache. Einen Tag später erfolgte eine erneute kriminaltechnische Untersuchung des Fundortes durch die Kriminaltechniker der Direktion Nord.

Die Ermittlungen ergaben gleichzeitig zunächst einen Tatverdacht gegen einen ehemaligen Mieter einer Wohnung des Mehrfamilienhauses. Entsprechend wurde dieser heute 52-Jährige am Folgetag im Beisein seiner Betreuerin durch die Beamten der Mordkommission als Beschuldigter vernommen und es stellte sich letztlich folgender Sachverhalt dar, der auch durch die weiteren Ermittlungen bestätigt wurde: Danach soll es sich bei dem mumifizierten Leichnam um einen im Jahr 2007 damals 55-jährigen Liebenwalder handeln, der wegen des dringenden Tatverdachts einer Brandstiftung sowie wegen Freitodgefahr durch die Polizei gesucht wurde. Dieser sei kurz nach der Brandstiftung, in deren Folge am späten Abend des 9. März 2007 ein Mietshaus am Markt in Liebenwalde abbrannte, zu dem damals 43-jährigen Beschuldigten gekommen, um bei ihm zu übernachten, und habe sich dann während der Nacht in einem Nebenzimmer selbst stranguliert.

Aus Angst vor Strafverfolgung habe der Beschuldigte den Leichnam zunächst bei sich in einem Schrank und ab August 2015 aufgrund eines Wohnungswechsels im Kellerraum verborgen. Vor diesem Hintergrund wurde in Übereinstimmung mit der Staatsanwaltschaft entschieden, von einer Festnahme des 52-Jährigen abzusehen.

Von MAZonline

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