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Liebenwalde hat seine Tankstelle wieder

Ungewöhnlich: Die Stadt sprang als Bauherr ein Liebenwalde hat seine Tankstelle wieder

„Mit der Tankstelle kommt irgendwie ein Stück Nostalgie zurück“, umschrieb es Oliver Giese am Freitag. Als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung war Giese natürlich dabei, als die neue Sprint-Station ganz offiziell eröffnet wurde.

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Der Schlüssel wurde weitergereicht (v.l.): Bürgermeister Jörn Lehmann, Sprint-Geschäftsführer Volker Kretschmer und Pächter Jörg Arens.

Quelle: Andrea Kathert

Liebenwalde. Oliver Giese erinnerte am Rande der Tankstelleneröffnung noch mal daran, dass es weiß Gott keine einhellige Entscheidung in der Stadtverordnetenversammlung gegeben habe. In solch einer kleinen Stadt kennt jeder jeden, da sei auch oft Neid im Spiel. Mit nur einer Stimme Mehrheit wurde das Projekt schließlich auf den Weg gebracht, denn die Stadt selbst sprang als Bauherr ein. Es flossen sogar Fördermittel, denn das Projekt zählt als Maßnahme zur Entwicklung der Infrastruktur. Die Tankstelle bietet zudem einem Lehrling einen Ausbildungsplatz. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, sagte Bürgermeister Jörn Lehmann (parteilos).

Als eine der ersten Gratulanten schaute das Ehepaar Hintze vorbei. Auch die beiden haben ihren Anteil daran, dass in Liebenwalde jetzt wieder gezapft wird. Familie Hintze ist Eigentümer des Grundstücks an der Hammerallee und schloss mit der Stadt einen Erbbaupachtvertrag über 40 Jahre ab. Klaus Hintze überreichte dem Pächter Jörg Arens einen gut gefüllten Präsentkorb mit den Worten: „Auf gute Nachbarschaft!“ Kurz danach zog er alte, vergilbte Pläne aus seiner Tasche und fragte in die Runde: „Wussten Sie eigentlich, dass wir seit 1937 genau hier eine Tankstelle hatten?“ Daran könne sich wohl nur noch die Wenigsten erinnern. Aber Klaus Hintze konnte es. Als Junge hatte er schon an der Zapfsäule die Hebel bedient.

Heute steht an der Hammerallee eine hochmoderne Zapfanlage, betrieben von der Sprint Tank GmbH. Dessen Geschäftsführer Volker Kretschmer zeigte sich am Freitag sehr angetan, was die Stadt da errichtet hatte. „Für mich ist es eine ganz ungewohnte Situation, dass eine Kommune eine Tankstelle baut“, sagte Kretschmer. „Das machen wir sonst gern selbst.“

Von Andrea Kathert

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