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Liebenwalde Der Schießstand ist topp
Lokales Oberhavel Liebenwalde Der Schießstand ist topp
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00:24 20.08.2018
Gert Luckmann (l.) und Gernot Raasch vor der Drehscheibenanlage und dem neuen Kugelfang. Quelle: Foto: Andrea Kathert
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Liebenthal

Genau 21 Jahre hatte die 25-Meter-Schießbahn auf dem Buckel. Eigentlich ganz logisch, dass der Kugelfang marode wurde, denn die Liebenthaler Sportschützen sind nicht ohne Grund so erfolgreich. Sie trainieren viel und haben eine Menge Vereinsmitglieder.

Schon immer packen die Schützen selbst mit an, wenn es um ihre Anlage geht. Und natürlich auch dieses Mal, als die 25-Meter-Anlage für Kurzwaffen saniert werden musste. Die alten Holzschwellen sind verschwunden, der Erdwall vor den Schießscheiben ist abgetragen. Ein Vierteljahr wurde geschuftet, gezimmert und montiert. „Manche haben hier 60 bis 100 Stunden reingesteckt“, erzählt der Vereinsvorsitzende Gernot Raasch.

Eine Betonbrüstung umrahmt jetzt die Anlage mit den sechs Klappscheiben, die automatisch für 20 Sekunden frontal zu sehen sind. In dieser Zeit müssen die Revolver- und Pistolenschützen ihre fünf Schuss abfeuern. Danach werden die Scheiben wieder weggeklappt. Hinter den Styroportafeln, auf denen die Scheiben befestigt sind, liegt der große Kugelfang.

Iim Unterstand der Schützen sind neue, durchsichtige Blenden eingebaut worden. Quelle: Andrea Kathert

Damit wirklich kein Schuss querschlagen kann, sind alle Betonelemente und Eisenträger mit Holz verkleidet. Das sieht nicht nur richtig gut aus, sondern dient vor allem der Sicherheit. Auch die Überdachung ist aus Holz. Komplett neu aufgebaut haben die Schützen den Kugelfang, der war natürlich am meisten strapaziert worden. Hinter den Klappscheiben sind die schwarzen Gummimatten angebracht. Dahinter liegt verborgen eine große Trommel, in der die Munition abprallt und nach unten in die Sandfüllung fällt.

Nicht nur auf den Styroporteilen und den Gummimatten sind die ersten Durchschüsse zu erkennen. Ein Schütze hat sich auch schon in der hölzernen Blende verewigt. „Oh, oh“, runzelt Gernot Raasch die Stirn. „Das kostet zehn Euro.“ Gert Luckmann, der zweite Vorsitzende nickt. Er hat den „Sünder“ schon ausfindig gemacht. Der Kugelfang zieht sich noch ein ganzes Stück weiter nach hinten. An der Seite ist im Mauerwerk eine Holzverkleidung eingebaut. „Na ja, wir müssen die Trommel natürlich zwei Mal im Jahr säubern und die Hülsen raussieben.“ Auch an eine Dachrinne haben die Schützen gedacht. Das Regenwasser wird vom Bauwerk weggeleitet und bewässert gleich den Rasen.

Der Erdwall rund um die Anlage wurde geöffnet und ein Tor eingebaut. Quelle: Andrea Kathert

Ziemlich auffällig ist das riesige Tor in dem vier Meter hohen Erdwall, der die gesamte Schießanlage umgibt. Es ist ein massives Eisentor, das innen wiederum eine Holzverkleidung bekam. Die Schützen mussten extra den Wall dafür aufbrechen. Doch wenn später weitere Arbeiten anstehen, zum Beispiel die Sanierung der 50-Meter-Schießbahn für die Langwaffen, käme man gar nicht auf das Gelände.

Die Liebenthaler Schützen

Gegründet wurde der Sportschützenverein im Jahre 1991, damals mit 17 Mitgliedern.

Zurzeit hat der Verein 48 Mitglieder, davon sechs weibliche. Zwischenzeitlich gab es bis zu 69 Mitglieder.

Die Vereinsmitglieder bauten sich 1995/96 aus eigener Kraft eine kombinierte, offene Schießstandanlage mit einer 50-Meter-Schießbahn für Langwaffen und einer 25-Meter-Bahn für Kurzwaffen mit jeweils sechs Schießbahnen.

Das Gelände war ein Stück Ödland am Dorfrand, gepachtet von der Stadt. Im Jahr 2000 kaufte es der Verein.

Der Stand ist beleuchtet, es kann parallel mit Kurz- und Langwaffen geschossen werden.

Am Dienstag haben die Liebenthaler ihre Betriebserlaubnis für die Kurzwaffenbahn bekommen, die gilt nun bis 2022. Und weil sie ordentliche Arbeit geleistet und die Sanierung nach den neuesten Richtlinien durchgeführt haben, dürfen sie nun die Kreismeisterschaften für den Kreisschützenbund Oberhavel austragen. „Und die ersten Fremdvereine haben schon angefragt, ob sie bei uns trainieren dürfen“, erzählt Gernot Raasch.

die Sportsschützen von Liebenthal haben ihre Schießanlage selbst saniert, Vereinsvorsitzender Gernot Raasch und der zweite Vorsitzende Gert Luckmann Quelle: Andrea Kathert

Ohne die Unterstützung der Stadt Liebenwalde und vor allem der beiden Sponsoren hätten die Schützen nicht so viel schaffen können. Karsten Kunig sind die Stahlwinkel zu verdanken, das Holz für die Blenden und das große Tor kam von Karsten Häber. Alle drei Sponsoren sind auf einer Messingtafel verewigt worden, die nun im Schützenunterstand für alle gut sichtbar befestigt ist.

Die Sanierung des Kurzwaffen -Kugelfangs war nicht billig. Um so mehr hoffen die Vereinsmitglieder, dass die 75-prozentige Förderung, die ihnen in Aussicht gestellt wurde, auch wirklich kommt. Bisher haben sie alles an Ausgaben vorgestreckt. Aber schließlich leistet der Verein einen nicht unerheblichen Beitrag für das kulturelle und sportliche Leben im Dorf.

Allen, die an der Sanierung beteiligt waren und den Verein unterstützt haben, wird am Freitag, 24. August, ab 14 Uhr mit einer feierlichen Einweihung Danke gesagt.

Von Andrea Kathert

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